Madenhacker sind tagaktive Vögel

Rotschnabel-Madenhacker

Rotschnabel-Madenhacker suchen das Fell der Antilope nach Zecken ab.

Madenhacker sind kleine Vögel, die häufig die großen Huftiere begleiten. Sie klettern auf denen herum auf der Suche nach Zecken und anderen Parasiten. Von den beiden Arten ist der Gelbschnabel-Madenhacker (Buphagus africanus) in den Savannen des Nordens, Ostens und Südens Afrikas am weitesten verbreitet. Der Rotschnabel-Madenhacker (Buphagus erythrorhynchus) bewohnt beschränkt den Ostteil des Kontinents.

Selbst wenn die Huftiere in vollem Galopp über die Savanne davonsprengen, bleiben die Madenhacker an den Tieren hängen, obwohl sie mühelos neben herfliegen könnten. Die Vögel warnen ihre Wirtstiere auch vor herannahenden Raubtieren. Oft sieht man den Gelbschnabel-Madenhacker auf den Rücken eines Flusspferdes, der nach Schmarotzern sucht. Der starengroße Vogel klettert sogar in das Maul und verspeist die Futterreste, die sich zwischen den großen Zähnen festgesetzt haben.

Gelbschnabel-Madenhacker

Gelbschnabel-Madenhacker sind bei Huftieren als Parasitenbekämpfer beliebt.

Madenhacker Steckbrief

Systematik

  • Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
  • Unterordnung: Singvögel (Passeri)
  • ohne Rang: Passerida
  • Überfamilie: Muscicapoidea
  • Familie: Madenh.
  • Gattung: Madenh.
  • Wissenschaftlicher Name der Familie: Buphagidae
  • Wissenschaftlicher Name der Gattung: Buphagus
  • Beide Arten leben in offener Symbiose mit den Wild- oder Haustieren.
  •  Größe Gelbschnabel-Madenhacker: Körperlänge von 20 bis 22 Zentimeter. Der Vogel hat einen leuchtend gelben Schnabel mit einer roten Spitze. Die Augen sind rot, die Unterseite ist hell beige, die Oberseite braun grau.
  • Größe Rotschnabel-Madenhacker: Körperlänge von 18 bis 20 Zentimeter. Der Vogel hat einen auffallend roten Schnabel und manchmal mit einer gelben Spitze am Oberschnabel. Der Rücken und das obere Schwanzgefieder hat eine anthrazit Farbe, das untere ist gräulich bis cremefarbig. Um die Augen hat der Vogel einen auffälligen und fleischigen gelben Ring. Die Beine sind schwarz mit kräftigen Krallen besetzt.
  • Nahrung: Fliegen, Zecken und Larven.
Buphagus erythrorhynchus

Rotschnabel-Madenhacker (Buphagus erythrorhynchus)

Fortpflanzung Rotschnabel-Madenhacker

  • Im Normalfall befindet sich das Nest in einer Baumhöhle und auch oft in Wänden. Es besteht aus Pflanzenteilen und Tierhaaren.
  • Das Weibchen legt 2 bis zu 4 Eier in das Nest, die bis zu 18 Tagen bebrütet werden.
  • Die Nestlingszeit der Jungen beträgt ca. 18 Tag1. Foto: Bernard

    DUPONT – cc
    2. + 3. Foto: Von Derek Keats