Libellen sind reine Wassertiere

Gefleckte Heidelibelle (Sympetrum flaveolum)in der Paarungszeit.

Gefleckte Heidelibelle (Sympetrum flaveolum) in der Paarungszeit.

Libellen (Odonata)  leben in Bächen und in stehenden Gewässern. Ist die Nymphe ungefähr ein Jahr alt, steigt sie aus dem Wasser und klettert an einem Pflanzenstengel empor. Dann platzt das trockene Außenskelett längs des ….

Rückens auf und das noch im Ganzen weiche Insekt kriecht aus. Das Vollinsekt pumpt Blut in seine Flügeladern, bis sich die Flügel voll ausdehnen und danach trocknen die Adern aus. Durch die kräftigen Brustmuskeln werden die Flügel in Bewegung versetzt und die Libelle kann fliegen. Von nun an führt die Libelle ein Leben in der Luft und jagt Beute meist in Wassernähe.

Es gibt insgesamt etwa 4500 Arten der bunten, räuberischen Libellen und der kleineren, zerbrechlich wirkenden Schlankjungfern. Trotz ihres bedrohlichen Aussehens sind sie für Menschen völlig ungefährlich. Heutige Arten erreichen Flügelspannweiten von bis zu 10 Zentimetern. Fossilien von Libellen aus dem Karbon weisen Flügelspannweiten von bis zu einem Meter auf.

Paarung Libelle

Bei der Paarung greifen die Männchen mit den Haftorganen an ihrem Schwanz die Weibchen im Nacken. Das Weibchen biegt seinen Hinterleib nach vorne, um den des Männchens zu berühren, dann fließt das Sperma. Das Weibchen legt die Eier in Wasserpflanzen ab. Nach einer Entwicklungszeit von bis zu 7 Jahren und mehreren Häutungen sind die Larven ausgewachsen. Sie haben Kiemen an ihrem Hinterleib, die nicht nur zur Atmung dienen, sondern auch der Fortbewegung: Wenn sie daraus schnell Wasser ausstoßen , werden sie vorwärtskatapultiert. Zum Schlüpfen verlassen die Larven das Wasser. Die Libelle kann Insekten im Flug fangen, dabei helfen ihr der hervorragende Gesichtssinn und zwei schnell schlagende Flügelpaare, dank derer sie in der Luft stehenbleiben und sogar rückwärts fliegen kann.

Libelle Steckbrief

Blauflügel-Prachtlibelle (Calopteryx virgo)

Blauflügel-Prachtlibelle (Calopteryx virgo).

Systematik

  • Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
  • Unterstamm: Tracheentiere (Tracheata)
  • Überklasse: Sechsfüßer (Hexapoda)
  • Klasse: Insekten (Insecta)
  • Unterklasse: Fluginsekten (Pterygota)
  • Ordnung: Libellen
  • Wissenschaftlicher Name: Odonata
  • Es gibt etwa 5680 bekannte Arten auf der Welt. In Mitteleuropa kommen ca. 85 Arten vor, die in Süßwasser leben.
  • Libellen werden in Kleinlibellen (Zygoptera) und Großlibellen (Anisoptera) unterteilt.
  • Libelle Größe: Der Körper der Insekten ist in drei Teilen gegliedert, Kopf, Brust und Hinterleib.
  • An der Brust sind zwei häutige Flügelpaare und drei Beinpaare befestigt.
  • Libellen besitzen große Facettenaugen, die aus bis zu 30.000 Einzelaugen bestehen können.
  • Flügelspannweite der Libellen beträgt von 20 bis 110 mm. Sie können eine Fluggeschwindigkeit bis zu 50 km/h erreichen, die über ihre Fühler bestimmt wird.
  • Die meisten Libellenarten verbringen einen Großteil ihres Lebens im Gewässer als Larve, wo sie sich je nach Art sieben bis fünfzehn Mal häuten.
  • Libellen haben keinen Stachel und sind nicht gefährlich für Menschen. Sie sind kleine Raubtiere und  können nicht wie Mücken stechen. Die Tiere stehen unter Naturschutz.
  • Feinde: Das sind Vögel, Frösche, Gelbbrandkäfer, Wasserfledermaus und Spinnen.
Gemeine Becherjungfer (Enallagma cyathigerum)

Gemeine Becherjungfer (Enallagma cyathigerum)

  • Einige Libellarten: Sieboldslibelle, Heidelibelle, Große Königslibelle, Schlanklibelle, Keiljungfer, Gebänderte Prachtlibelle, Hufeisen-Azurjungfer, Glänzende Binsenjungfer, Sibirische Winterlibelle, Große Königslibelle, Gefleckte Smaragdlibelle.
  • Feinde Libellen: Das sind Frösche, Spinnen, Wespen, Vögel und Ameisen.

Libellen Nahrung

  • Die Insekten ernähren sich von kleinen Insekten, Mückenlarven, Kaulquappen und kleinen Fischen.

Fortpflanzung Libellen

  • Die Tiere paaren sich meist im Flug oder im Sitzen.
  • Das Libellenpaar vereinigt sich zu einem Paarungsgrad (bezeichnet als Stellung).
  • Männchen greifen mit ihren Zangen am Hinterleib das Weibchen hinten am Kopf. Es krümmt seinen Hinterleib nach vorn zur Vereinigung. Das kann Minuten oder Stunden dauern.
  • Weibchen legen Eier in Laichschnüren ins Wasser oder auf Wasserpflanzen ab.
  • Die Larven schlüpfen nach einigen Wochen aus.
  • Libellen erreichen eine durchschnittliches Alter von sechs bis acht Wochen.

Affenarten: Kapuzineraffen
Menschenaffen in Afrika: Steckbrief Gorilla

1. Foto: ccSympetrum_flaveolum-2008_08_14-12_24_12_prachen – von Mar
2. Foto Blauflügel-Prachtlibelle: cc – dragonfly … – Libélula – dragonfy – libelinha – von Ana_Cotta
3. Foto: ccBecherjungfer m – von Volkmar Becher