Leierschwänze leben verborgen in tropischen Regenwäldern

Leierschwänze

Leierschwänze: Der Graurücken-Leierschwanz (Menura novaehollandiae) wird auch Prachtleierschwanz genannt.

Die feuchten Eukalyptuswälder Australiens sind die Heimat der Leierschwänze. Das unscheinbare Gefieder des Männchens wandelt sich während der Paarungszeit. Das Zurschaustellen der langen leierförmigen Schwanzfedern gehört zu seinem Balzritual. Die fasanengroßen Leierschwänze sind die größten Singvögel und können andere Laute von Vögeln hervorragend nachahmen. Leierschwänze sind sehr scheue und vorsichtige Vögel. Sie leben fast ausschließlich auf dem Boden der Wälder Neusüdwales. Ein Leierschwanz kann sehr schnell laufen, ist gewandt und entschließt sich nur selten, einmal zu fliegen.

Sie klettern von einem Ast zum nächst höheren hüpfend, auf Bäume, um dort die Nacht zu verbringen. Bei Tagesanbruch gleiten sie wieder zum Erdboden zurück. Sie sind schnelle, agile Läufer und im dichten Gestrüpp nur schwer auszumachen. Die in Australien lebenden Vögel lassen sich in der Balz was einfallen. Sie Tanzen und geben aufwendige Gesangseinlagen von sich. Insekten stellen die Hauptnahrung der Vögel dar, die werden methodisch mit ihren scharfen Krallen versehenen Füßen, aus dem Laub heraus gescharrt.

Steckbrief Leierschwänze

Systematik

  • Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
  • Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
  • ohne Rang: Eupasseres
  • Unterordnung: Singvögel (Passeri)
  • Familie: Menuridae
  • Gattung: Leierschwänze
  • Wissenschaftlicher Name der Familie: Menuridae
  • Wissenschaftlicher Name der Gattung: Menura
  • Nahrung: Insekten, Larven und andere Wirbellosen.

Fortpflanzung

  • Ein Männchen sucht sich vor der Paarung einen höher gelegenen Platz aus oder legt ihn selber an, um zu balzen. Mit über dem Kopf ausgefaltetem Schwanz tänzelt es singend mit lauter Stimme vor dem Weibchen herum.
  • Jedes Männchen paart sich mit mehreren Weibchen, von denen jedes ein einziges Ei ausbrütet. Nur das Weibchen brütet und zieht die Jungen auf.
  • Ein Nest besteht aus Reisig und Pflanzenfasern am Boden, auf Baumstümpfe oder auf einen Felsvorsprung.
  • Das Weibchen legt darin eine hühnergroßes Ei hinein.
  • Die Bebrütung dauert etwa 45 Tage und die Jungen werden erst nach weiteren 50 Tagen flügge. Danach bleiben sie noch acht Monate bei ihrer Mutter und lassen sich von ihr füttern.

Foto: Von David Cook – CC BY-NC 2.0