Der Komodowaran hat keine natürlichen Feinde

Komodowaran

Der tagaktive Komodowaran ernährt sich ausschließlich von Fleisch.

Die größte Echsenart der Welt ist der Komodowaran. Er kann über 3 Meter lang und etwa 70 bis 90 kg schwer werden. Das Tier stammt von einer Gruppe der Reptilien ab, dass sich im Jura, vor etwa 180 Millionen Jahren entwickelte. Es gibt nur ein paar Hundert Komodowarane und die kleinen Inseln, auf denen sie lebten, boten vermutlich nie Raum für eine größere Anzahl. Sie sind gefräßige Räuber, die an der Spitze der Nahrungskette stehen und solche Tiere sind immer relativ selten. Dieser Riesenwaran ist in der Lage Affen, Ziegen, Hirsche, Wasserbüffel, Rinder und Wildschweine zu erbeuten und zu verschlingen. In Erregung richtet sich der Waran hoch auf seinen Vorderbeinen auf und lässt seine lange gegabelte Zunge vor- und zurückschnellen, um Duftstoffe aus der Umgebung aufzunehmen.

Im Gegensatz zu den Drachen im Märchen kann ein Komodowaran zwar kein Feuer speien, doch trotzdem ist er nicht ungefährlich. Es gibt Berichte vom Anfang des 19. Jahrhundert, denen zufolge die Komodowarane auch Menschen getötet haben. Das er ein gewaltiger Räuber ist, bezeugen seine zentimeterlangen Zähne, die kraftvollen Kiefer und seine Fähigkeit, sich trotz seiner Körpergröße schnell und geräuschvoll zu bewegen. Häufig innehalten, schleicht sich das tagaktive Raubtier an ein Rudel kleiner Timorhirsche an und betäubt sein Opfer mit einem heftigen Schlag seines muskulösen Schwanzes. Dann nähert er sich züngelnd der Beute und beginnt sein Mahl.

Komodowaran

Ein Komodowaran kann mit seiner gespaltenen Zunge Beute in bis zu zehn Kilometer aufspüren.

Steckbrief Komodowaran

Systematik

  • ohne Rang: Toxicofera
  • ohne Rang: Schleichenartige (Anguimorpha)
  • Familie: Varanidae
  • Gattung: Warane (Varanus)
  • Untergattung: Varanus
  • Art: Komodowaran
  • Wissenschaftlicher Name: Varanus komodoensis
  • Nahrung: Säugetiere, Fische, Reptilien, Vögel und Aas.
  • Große Säugetiere erlegt der Komodowaran durch seine Giftdrüsen, die beim Biss giftige Proteine in das Tier überträgt. Das Gift hemmt die Blutgerinnung und senkt den Blutdruck, so dass es beim Beutetier zu starkem Blutverlust, zu Krämpfen bis zur Bewusstlosigkeit kommt.
  • Vorkommen: Auf einigen kleinen Inseln der kleinen Sundainseln von Indonesien.

Fortpflanzung

  • Die Paarungszeit der Komodowarane ist von Mai bis August. Die Männchen kämpfen um die Weibchen.
  • Einige Wochen nach der Paarung legen die Weibchen um die 20 Eier in eine Erdhöhle. Nach etwa acht Monaten kriechen die Jungtiere aus den Schalen und klettern auf den nächsten Baum hinauf. Dort verbringen sie in den Baumkronen die ersten Lebensjahre.
  1. Foto: Von Eng Hoe Ang – cc
  2. Foto: Von Joachim S. Müller – cc