Der Kofferfisch

Kofferfisch (Lactoria cornuta)

Kofferfisch (Lactoria cornuta)

Auf dem ersten Blick wirken Kofferfische eher plump, aber so ist es nicht, denn sie sind wendige und flinke Fische. Diese Tiere sind strömungsgünstig geformt, trotz ihrer quaderförmigen und klobigen Rumpfe haben die ….

Fische einen außergewöhnlichen guten Luftwiderstandswert von nur cW-Wert 0,06. Diese Erkenntnis machten sich Ingenieure von Mercedes-Benz zu Nutze und modellierten ein Auto, dass der Grundform des Kofferfisches entsprach. Der fahrbereite Prototyp „Mercedes-Benz bionic car“ entstand mit einer extremen Windschnittigkeit (cW-Wert von 0,19).

Sind Kofferfische giftig?

Die Kofferfischarten haben meist ein auffällig buntes Muster in unterschiedlichen Farben, dass die Struktur ihres Knochenpanzers wiedergibt. Ihr robuster Panzer ist schon ein guter Schutz. Zusätzlich können die Fische das starke Nervengift „Pahutoxin“ ins Wasser absondern, wenn sie sich vor Feinden verteidigen müssen. Das Gift wirkt bei angreifenden Fischen sofort zum Tod, da es auf die Nervenenden wirkt und die Muskulatur schlagartig lähmt. Für Menschen ist das Gift nicht lebensgefährlich. Nur bei Kontakt besteht die Gefahr einer allergischen Reaktion. Deshalb sollte man einen Kofferfisch auch nicht zu nahekommen.

Kann man Kofferfische in Aquarien halten?

Im Fachhandel kann man kleine Kofferfische kaufen, die dann aber bis zu einer Größe von 30 Zentimeter heranwachsen können. Deshalb sollte ein Privathalter für die Fische gleich ein größeres Aquarium kaufen. Wichtig ist es, dass zusammen mit den Kofferfischen keine anderen aggressiven Fischarten gemeinsam im Aquarium eingesetzt werden. Denn bei Stress kann das Gift eines einzigen Fisches ein Massensterben auslösen. Auch ein totes Tier kann unkontrolliert Gift abgeben und sollte sofort aus dem Becken entfernt werden.

Perlen-Kofferfisch (Lactophrys triqueter)

Perlen-Kofferfisch (Lactophrys triqueter)

Steckbrief Kofferfisch

 

  • Kofferfische (Ostraciidae) sind aus der Ordnung der Kugelfischverwandten (Tetraodontiformes) und sind mit de Kugelfischen verwandt
  • der Körper der Fische sind mit einem Schutzpanzer (der rau oder auch glatt sein kann) aus sechseckigen Knochenplatten umgeben, nur der Mund , Augen, Kiemen, Flossen und Anus sind offen
  • Kofferfische haben nur eine Rückenflosse und keine Bauchflossen
  • manche Arten wie der Kuhfisch oder der Vierhorn-Kofferfisch tragen dornenartige Hörner auf der Stirn und am Bauch
  • zusätzlich zum Panzer schützen sich Kofferfische durch das Nervengift Pahutoxin, das im Stress, bei Gefahr oder beim Tod der Fische abgesondert wird, bei Freisetzung des Giftes in Aquarien werden alle Fische getötet
  • die Kofferfische erreichen eine Länge von mindestens 30 cm, (max. 45 cm)
  • Lebensweise: Kofferfische leben einzeln oder paarweise in Korallenriffen, Algen- und Tangfeldern oder Seegraswiesen
Schmuck-Kofferfisch (Aracana ornata)

Schmuck-Kofferfisch (Aracana ornata)

Vorkommen

 

Afrika, Australien , Hawaii, Indopazifik, Malediven, Ost-Afrika, Rotes Meer und Ryukyu-Inseln

Nahrung

 

Würmer, Manteltiere oder Schwämme, Algen und Seegras, verborgene Beute im Sand wird durch Anpusten mit einem Wasserstrahl freigelegt

Die Fortpflanzung der Kofferfische

Die Männchen sind  territorial leben mit bis zu vier Weibchen und einigen Jungmännchen in einem Revier. In der Dämmerung balzen und laichen die Fische an einer hochgelegenen Stelle in ihrem Revier. Es findet keine Brutpflege statt, die befruchteten Eier sind pelagisch und werden mit der Strömung abgetrieben.

 

 

1. Foto Kofferfisch: ccLonghorn Cowfish (Lactoria cornuta) DSC_0108 – von Dan Dzurisin
2. Foto: cc – Oooooooooooooooooooo – von LASZLO ILYES
3. Foto: cc – Ornate Cowfish – von Klaus Stiefel