Das Karibu

Karibu

Karibus wurden mit diesem Namen in Nordamerika so getauft, es sind aber ganz normale Rentiere.

Die Karibus der arktischen Tundra leben von niedrigen Pflanzen, hauptsächlich von Rentierflechten. Jeder Karibu braucht pro Tag im Durchschnitt zwei bis drei Kilogramm Nahrung. Karibus sind große, in den kalten Nadelwäldern und der arktischen Tundra Grönlands und Nordamerikas heimische Hirsche. Die in Europa verbreitete Form, das Rentier, ist halb domestiziert. Es wird in Skandinavien und Sibirien, aber auch von den Eskimos in Nordkanada gezüchtet, vor allem wegen des Fleisches, der Milch und der Felle. Zudem wird das Karibu als Lasttier sowie als Zugtier für Schlitten eingesetzt.

Wanderungen Karibu

Weil die Tundra nicht sonderlich fruchtbar ist, müssen die Karibuherden in der Tundra weit umherwandern, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Wenn die Geschlossenheit der Weideflächen unterbrochen wird, ergeben sich schwerwiegende Folgen für den Fortbestand der Karibuherden. Die Wölfe haben sich auf die Züge der Karibus eingestellt und folgen ihnen nach Süden. Unterwegs fressen die Raubtiere die jungen und die schwachen, kranken Tiere. Karibukälber werden im Frühjahr geboren, wenn der frische Pflanzenbewuchs üppige Nahrung bietet. Im Winter ziehen die Karibus aus der Tundra nach Süden in die Wälder. Auf den langen Wanderruten von über 1 000 km lauern viele Feinde den Karibus auf. Das ist der Mensch, der Wolf und die Restefresser Luchs, Polarfuchs und die Rabenvögel, die sich ihren Anteil an der Beute sichern.

Wolfsriss

Wolfsriss

Steckbrief Karibu

  • Größe: Die Schulterhöhe beträgt bis zu 1,30 Meter, Gewicht 100 bis 300 kg.
  • Fortpflanzung: Paarungszeit der Karibus von September bis November.
  • Tragzeit der Weibchen beträgt 240 Tage.
  • Karibus können ein Alter von 15 bis 20 Jahre erreichen.

1 + 2. Foto: Von peupleloup – cc