Die Karausche (Carassius carassius)

Karausche

Die Karausche ist eine Fischart aus der Familie der Karpfenfische.

Die Karausche wurde zum Fisch des Jahres 2010 ernannt. Der Fisch wird auch Bauernkarpfen oder Moorkarpfen genannt. Der Friedfisch liebt Gewässer bis hin zum Brackwasser mit ausgeprägten Krautgürteln. Die Karausche meidet kalte, tiefe und schnell fließende Gewässer. Am besten gedeiht der Karpfenfisch in kleineren Moortümpeln, wo auch Hechte vertreten sind. Bei fehlen von Raubfischen neigen die Karauschen zu Verbuttung (Zwergwuchs). Die Messing goldfarbigen Fische werden oft mit Giebeln und kleinen Karpfen verwechselt.

Karausche angeln

Karauschen werden ausschließlich in der warmen Jahreszeit (Frühjahr bis frühen Herbst) gefangen. Im Winter graben sie sich im Teich am Boden im Schlamm ein und verfallen in Winterstarre. Das Angeln auf Karausche kann man mit den üblichen Ködern (Madenbündel, Mistwurm, kleine Maiskörner, Teigkugeln), wie auch auf den anderen Weißfischarten. Zu angeln sind Karauschen am ehesten an flachen Schilf- und Krautkanten bis maximal zwei Meter Tiefe. Das Anfüttern der Fische verspricht eine bessere Fanggarantie. Oft weniger Fehlbisse hat man beim Bibberspitze Angeln. Der Biss einer großen Karausche an der Bibberspitze macht sich mit einem eigenartigen, zaghaften Zittern bemerkbar, der gleich mit einem schnellen Anschlag erfolgen muss. Kleine Haken bis maximal der Größe 10 reichen aus, um sie zu fangen.

Auch in kleinen Teichen gibt es fette Karauschen, die man mit größeren Ködern fangen kann. Um die kleineren Karauschen aus dem Weg zu gehen, spießt man als Köder einen dicken Regenwurm auf dem Haken auf. Zuerst werden dann noch kleine Fische daran zupfen, die dann aber sehr schnell aufhören den Wurm zu attackieren. Um auf große Karauschen zu fischen, benötigt man eine nicht allzu feine Schnur. Mit einer 2 bis 5 g tragenden Pose und eine 20er Schnur wird am Haken ein Tauwurm knapp vor dem Kraut platziert.

Die Karausche ist Weltmeisterin in Luftanhalten und kann mehrere Tage ohne Sauerstoff auskommen: Die kanadischen Wissentschaftler (Fachzeitschrift Science) haben festgestellt, dass die Karausche bis zu fünf Tage lang einen akuten Sauerstoffentzug widerstehen kann. Ihren Kreislauf im Gegensatz zu anderen Lebewesen, mit ähnlichen Fähigkeiten, muss die Karausche nicht einmal herunterregulieren.

Foto: Von Hioshi Nishimoto – cc