Der Karakal hat eine luchsartige Gestalt

Karakal

Der Karakal hat bis zu fünf Zentimeter lange Ohrpinsel.

Große Katzen

Wo Weidetiere, Nager und Verwandte die Steppenlandschaft überall bevölkern, sind auch jene Tiere zu Hause, die ihnen nachstellen. Das sind vor allem Raubtiere wie die Katzen. Eine dieser Katzen ist der mittelgroße Karakal oder Wüstenluchs, der vornehmlich die trockeneren Savannengebiete des Nordens bewohnt. Ein jagender Karakal erbeutet größere und kleine Säugetiere und Reptilien durch Anpirschen und Blitzspurt. Er kann sogar aus dem Stand hoch in die Luft springen, um niedrig fliegende Vögel zu schnappen. Vögel scheinen überhaupt eine Standardbeute dieser akrobatischen Katze zu sein. Das Raubtier hat Pinselohren wie auch der Luchs und wird von Farmern stark bejagt, weil es immer wieder Schafe reißt.

Karakal Steckbrief

Caracal caracal

Der Karakal (Caracal caracal) sieht optisch dem Luchs ähnlich.

Systematik

  • Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
  • Überfamilie: Katzenartige (Feloidea)
  • Familie: Katzen (Felidae)
  • Unterfamilie: Kleinkatzen (Felinae)
  • Gattung: Caracal
  • Art: Karakal
  • Wissenschaftlicher Name: Caracal caracal
  • Größe: Kopf-Rumpf-Länge durchschnittlich 65 cm, dazu eine Schwanzlänge von 30 cm. Die Schulterhöhe beträgt 45 cm, Gewicht Männchen 13 bis 18 kg, die Weibchen sind kleiner und leichter.
  • Die Fellfarbe variiert von rotbraun bis dunkelgelb. Die Körperunterseite ist etwas heller.
  • Karakale können gut hoch springen und klettern, die ein Alter von etwa 16 Jahre erreichen.
  • Nahrung: Antilopen, Ratten, Mäuse, junge Strauße, Hasen, Kaninchen und Vögel.
  • Feinde: Löwe, Tüpfelhyäne und Leopard.

Fortpflanzung

  • Die Tragzeit der Weibchen beträgt etwa von 68 bis 81 Tage. In der Regel werden zwei Jungtiere geboren. Manchmal zieht das Muttertier nur ein Jungtier oder auch bis zu sechs groß.
  • Der Nachwuchs wird mit neun bis zehn Monaten entwöhnt. Sie suchen sich dann eigene neue Lebensräume.
  1. Foto: Gopal Vijayaraghavan – cc
  2. Foto: Derek Keats – cc