Kängurus (Macropodidae)

Östliche Graue Riesenkängurus fressen vorwiegend Gräser.

Das Östliche Graue Riesenkänguru fisst überwiegend Gräser.

Die bekanntesten Arten der Kängurus ist das Bergkänguru (Macropus robustus), das Rote Riesenkänguru (Macropus rufus) , das Östliche Graue Riesenkänguru (Macropus giganteus) und das Westliche Graue Riesenkänguru (Macropus fuliginosus). Sie sind die größten Vertreter der Beuteltiere, die auch die Wallabys und die Rattenkängurus angehören. Das männliche Graue Riesenkänguru kann, einschließlich mit Schwanz, eine Länge von zwei Metern erreichen. Das Tier kann sich im Stehen hoch aufrichten, wobei der Schwanz gleichsam das dritte Bein bildet. Mit eigentümlichen und hüpfenden Bewegungen kann ein Känguru z.B. auf der Flucht schnell davonjagen, was auf den ersten Blick ungeschickt aussieht. Sehr bald erkennt man, dass der Hüpfgang nicht nur praktisch ist, sondern auch recht elegant zum Ausdruck rüber kommt. Ein Känguru kann eine Geschwindigkeit von fast 50 km/h erreichen.

Östliche Graue Riesenkänguru Steckbrief

Sytematik

  • Überordnung: Australidelphia
  • Ordnung: Diprotodontia
  • Familie: Kängurus (Macropodidae)
  • Unterfamilie: Macropodinae
  • Gattung: Macropus
  • Untergattung: Graue Riesenkängurus
  • Wissenschaftlicher Name: Macropus subgen. Macropus
  • Die großgewachsenen Tiere erreichen eine Kopfrumpflänge von 85 bis 140 cm. Der kräftige Schwanz hat eine Länge von 75 bis 100 cm.
  • Das Gewicht der Männchen bis zu 55 kg ist oft doppelt so schwer wie die der Weibchen.
  • Känguru Körperbau: Die Tiere haben muskulöse Hinterbeine, kurze Vorderbeine und einen langgezogenen Kopf mit großen Ohren.
  • Das raue Fell ist silbergrau, an den Küsten meist heller gefärbt.
  • Nach Schätzung kann das Östliche Graue Riesenkänguru in freier Wildbahn ein Alter von 7 bis 10 Jahren erreichen. In Einzelfällen auch etwa 20 Jahre.
Schädel Riesenkänguru.

Schädel Rote Riesenkänguru.

  • Feinde/Bedrohung Känguru: Das ist der Dingo oder der Keilschwanzadler. Die Tiere werden wegen der Felle und Fleisch gejagt. Die Jagd ist streng reglementiert. Die Art steht nicht auf der Liste bedrohter Tiere.
  • Verbreitung: Das Östliche Graue Riesenkänguru bewohnt den ganzen Osten und Südosten von Australien. Das Känguru lebt auf Grasländern, offenen Wäldern und bewaldete Gebirgsregionen. Es kommt auch auf der Insel Tasmanien vor.
  • Nahrung: Kängurus ernähren sich von Pflanzen, vorwiegend von Gräsern und auch weniger von Blättern.

Fortpflanzung Östliche Graue Riesenkänguru

  • Ein Känguru Weibchen besitzt vier Zitzen im Beutel.
  • Die Tragzeit beträgt etwa 36 Tage.
  • Die meisten Jungtiere werden im Frühjahr geboren, weil dann ein großes Nahrungsangebot besteht. In der Regel wird nur ein Jungtier geboren.
  • Die Entwicklung des Nachwuchses dauert sehr lange. Mit etwa 280 Tage kommt das Jungtier erstmals aus dem Beutel der Mutter und verlässt ihn mit 320 Tagen für immer.
  • Mit rund 18 Monaten wird das Junge entwöhnt und mit ca. 20 Monaten wird es geschlechtsreif.

1. Foto: ccShattuck_28995, N of Mogo, NSW – von Steve Shattuck
2. Foto: cc – n220_w1150 – von Biodiversity Heritage Library

Bergkänguru Steckbrief

Drei Bergkängurus in trockner Graslandschaft.

Drei Bergkängurus in trockner Graslandschaft.

Systematik

  • Überordnung: Australidelphia
  • Ordnung: Diprotodontia
  • Familie: Kängurus (Macropodidae)
  • Gattung: Macropus
  • Untergattung: Osphranter
  • Art: Bergkänguru
  • Wissenschaftlicher Name: Macropus robustus
  • Das Bergkänguru ist etwas kleiner als ein Riesenkänguru.
  • Das zottlige Fell ist an der Oberseite dunkelgrau bis schwärzlich gefärbt. Die Unterseite ist heller, die Füße und der Schwanz sind oft dunkelbraun.
  • Der Körperbau hat kräftige Hinterbeine, einen muskulösen Schwanz und kurze Vorderbeine.
  • Größe Bergkänguru: Kopfrumpflänge 75 bis 140 cm, Schwanzlänge 60 bis 90 cm, Gewicht bis zu 36 kg. Die Männchen sind deutlich größer als die Weibchen.

Verbreitung

Bergkängurus kommen In ganz Australien vor in trockenen und gebirgigen Regionen.

Nahrung

Das Känguru frisst Gestrüpp (Spinifex), Gräser und Kräuter. Ihren Flüssigkeitsbedarf nehmen die Tiere zum größten Teil aus der Nahrung auf. Sie können zwei bis drei Monate ohne Trinken zu müssen überleben.

Fortpflanzung Bergkänguru

  • Die Beuteltiere haben keine feste Paarungszeit und können sich unter günstigen Umständen das ganze Jahr über fortpflanzen,.
  • In großer Dürre werden die Weibchen nicht tragend.
  • Die Tragzeit der Weibchen beträgt etwa 32 Tage.
  • Das Weibchen paart sich kurz nach der Geburt erneut. Der neugezeugte Embryo wächst erst heran, wenn das alte Jungtier entwöhnt ist oder zu Tode kommt.
  • Das Jungtier verbringt die ersten 8 bis 9 Monate im Beutel des Muttertieres.
  • Mit ca. 12 Monaten wird es entwöhnt und erreicht die Geschlechtsreife von 1,5 bis 2 Jahren.
  • Das Bergkänguru kann ein Alter von ca. 20 Jahren erreichen.

Foto Bergkänguru: cc – Euro (Macropus robustus) – von Ron Knight

Rote Riesenkänguru

Rote Riesenkänguru bewohnen trockene Gebiete in ganz Australien mit Ausnahme der Küsten und des Südwestens.

Das Rote Riesenkänguru bewohnt trockene Gebiete in ganz Australien mit Ausnahme der Küsten und des Südwestens.

Foto: cc – Juvenile Red Kangaroo (Macropus rufus) at Gator & Friends in Greenwood, LA – von Dallas Krentzel

Westliche Graue Riesenkänguru

Das Westliche Graue Riesenkänguru (Verbreitungsgebiet südlicher Western Australia über South Australia bis nach New South Wales und südliche Queensland).

Hühnervögel: Rebhuhn
Singvögel in Europa: Kohlmeise

Foto: cc – Kangaroo Island kangaroo Macropus fuliginosus fuliginosus – von Paul Asma