Jakobskreuzkraut (Senecio jacobaea)

Das Jakobskreuzkraut kann bei Vezehr von Tieren tödlich enden.

Das Jakobskreuzkraut kann durch Verzehr von Tieren tödlich enden.

Jakobskreuzkraut wird auch Jakobs-Greiskraut genannt und ist eine einheimische Giftpflanze. Sie wächst vor allem auf Brachflächen, Böschungen und Wegrändern. Das Jakobskreuzkraut ist eine Gefahr für Pferde und Rinder. Die Giftpflanze ist ….

nicht nur im frischen Zustand giftig, sondern auch  im getrocknetem Zustand, wo sie auch noch ihre Bitterstoffe verliert. Außerdem enthalten die sehr jungen Pflanzen in den ersten 6 bis 7 Wochen keine Bitterstoffe und könnten daher auch frisch von den Tieren noch verzehrt werden.

Selbst das Pflücken der Giftpflanze kann gefährlich werden, wenn die Schadstoffe durch kleine Verletzungen in die Haut eindringen. Folge ist dann eine chronische Lebervergiftung. Das passiert meist schleichend und hat unterschiedliche Symptome. Bei Verdacht sollte ein Bluttest gemacht werden. Daher sollte bei einer Beseitigung (Jakobskreuzkraut) immer Handschuhe getragen werden. Diese giftigen Pflanzen sollte man auf dem Grundstück, Weide und Wegen kappen oder besser gesamt mit den Wurzeln ausstechen. Das Jakobskreuzkraut vermehrt sich durch Samenflug bis zu 150.000 Samen pro Pflanze.

Das Jakobs-Greiskraut kurz vor der Blütezeit.

Das Jakobs-Greiskraut kurz vor der Blütezeit.

Steckbrief Jakobskreuzkraut
– die Blütezeit (Jakobskreuzkraut) beginnt bereits schon im Juni mit spärlichen Blütenständen, die sich im Hochsommer voll ausbilden
– im ersten Jahr besteht die Pflanze aus etwa 20 cm langen Grundblättern
– das Jakobskreuzkraut erreicht eine Wuchshöhe von ca. 30 bis 100 cm, wobei im oberen Teil zahlreiche gelbe Blütenköpfe (15 bis 25 mm) in einer weit verzweigten , vielblütigen Schirmrispe sitzen
– die Pflanze enthält giftige Pyrrolizidinalkaloide (Acetylerucifolin, E-Erucifolin, Z-Erucifolin, 21-Hydroxyintegerrimin, Integerrimin, Jacobin, Jacolin, Jaconin, Jacozin, Retrorsin, Ridellin, Senecionin, Seneciphyllin, Senecivernin, Spartioidin und Usaramin), die die Leber auch in kleiner Dosierung dauerhaft schädigen kann, die Giftstoffe sind in den Blüten doppelt so hoch wie im Kraut
– bei Pferden und Rindern kann das Kraut zu ernsthaften Erkrankungen und anschließend zum Tod führen
– bei Pferden wird eine tödliche Dosis von 40 bis 80 g der Frischpflanze pro Kilogramm angegeben (bei Rindern 140 g)
– Schafe und Ziegen sind weniger empfindlich, bei größerer Aufnahme der Giftpflanze von 2 bis 4 Kilogramm pro Kilogramm Körpergewicht, sind auch sie tödlich gefährdet

1. Foto Jakobskreuzkraut: ccCaterpillar of Cinnabar Moth on ragwort – von Leonora Enking
2. Foto: ccP1100503 – von Sven Gaedtke