Hummer werden im Alter fruchtbarer und stärker

Hummer

Europäischer Hummer der König unter den Krustentieren.

Die Hummer (Homarus) sind Crustaceen, die fünf Beinpaare besitzen. Bei echten Hummern trägt das erste Beinpaar Scheeren, die beim Männchen viel größer sind als beim Weibchen. Mit der einenSchere zerbrechen Hummer die Beute, mit der anderen wird die Nahrung aufgenommen. Langusten (Panzerkrebse) haben keine Scheren. Ihre Fühler sind zum Schutz gegen Raubfische mit Dornen bewehrt. Hummer fressen kleine Krabben, Fische, Würmer und Weichtiere. Sie mögen besonders gern tote Fische, die daher auch als Köder in Hummerkörben ausgelegt werden. Dabei handelt es sich um Weidenkörbe mit einem langen Hals.

Die Hummern suchen Löcher und Felsspalten im flachen Wasser, die sie nur verlassen, um Nahrung zu suchen. Die Tiere wachsen bis an ihr Lebensende, aber im Alter legen sie an Gewicht weniger zu. Unsere Helgoländer Hummer leben am steinernden Untergrund um die Hochseeinsel herum. Die Krustentiere sind eine teure Delikatesse in Restaurants. Das essbare Fleisch sind die Muskeln des Schwanzes und der Beine, aber das beste an ihnen ist der saftige Muskel der Schere. Um sie zu knacken, braucht man eine Hummerzange.

Hummer und Langusten

Langusten

Unterschied Languste und Hummer: Langusten besitzen keine Scheren und haben lange Antennen. Der Hummer hat zwei große Scheren, wie auch der Flusskrebs.

Im Gegensatz zu den Krabben, die seitwärts laufen können, bewegen sich die Hummer und Langusten stets geradeaus auf dem Meeresboden. Die Tiere suchen den Boden nach toten Fischen ab, die ihre Hauptnahrung bilden. Sie verfügen über einen sehr feinen Geruchssinn und können schon Aas aus großer Entfernung aufspüren. Wenn sich ihnen ein Feind nähert, schwimmen sie davon, indem sie mit kräftigen Hinterleibsbewegungen durch das Wasser rudern. Untereinander meiden sie sich, weil sie Kanibalen sind. Wenn sich zwei Tiere begegnen, kann es passieren, dass eines das andere verspeist.

In den übrigen Weltmeeren werden sie durch die Langusten (Palinuridae) vertreten, die man auch als Stachelhummer bezeichnet. Sie besitzen keine Scheren, sondern zwei überlange, kräftige Fühler, die sie wie eine Peitsche zur Abwehr von Feinden benutzen. Langusten können so schwer werden wie Hummer, aber schwergewichtige Exemplare werden durch Überfischung immer seltener gefangen. Die karibische Langustenart (Palinurus argus) zeigt ein besonderes Verhalten. Wenn im Herbst das Flachwasser abkühlt, bilden die Langusten lange Reihen, wobei jedes Tier den Hinterleib des voraufgehenden berührt. Sie unternehmen lange Wanderung und ziehen im Gänsemarsch in tieferes Wasser, um ihre Eiablageplätze aufzusuchen.

  1. Foto: Von Keith DP Wilson – CC BY-NC 2.0
  2. Brian Gratwicke – CC BY 2.0