Hornissen bilden einjährige Staaten

Ist das echte Zuneigung oder eine ernste Auseinandersetzung der zwei Hornissen?

Ist das echte Zuneigung oder eine ernste Auseinandersetzung der zwei Hornissen?

Hornissen (Vespa crabro) sind keine angriffslustigen Tiere, die eher friedfertig sind. Die Insekten verteidigen das Nest und ihre Königin nur gegen tatsächliche oder vermeintliche Angriffe von Feinden. Es ist sogar möglich, dass man mit

behutsamer Annäherung, die ständigen Einflüge zum Nest die Hornissen beobachten kann. Das Gift von einer Hornisse ist nicht toxischer als von der Honigbiene, Hummel oder der Wespe. Wird ein gesunder Mensch von einer Hornisse gestochen, stellt es keine besondere Gefahr dar.

Hornissen im Winter

Mit den ersten frostigen Tagen stirbt das gesamte Hornissenvolk. Nur die begattenden Königinnen überwintern in geschützten Verstecken. Im Frühjahr gründet eine Königin allein ein Nest und legt die befruchteten Eier hinein. Aus diesen entwickeln sich Arbeiterinnen, die für alle Arbeiten zuständig sind. Zum Herbst hin schlüpfen junge Königinnen  und Männchen (Drohnen), die dann ausschwärmen und sich paaren.

Hornisse Steckbrief

Puppen und Larven Hornissen.

Puppen und Larven Hornisse.

Systematik

  • Klasse: Insekten (Insecta)
  • Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
  • Familie: Faltenwespen (Vespidae)
  • Unterfamilie: Echte Wespen (Vespinae)
  • Gattung: Hornissen (Vespa)
  • Art: Hornisse
  • Wissenschaftlicher Name: Vespa crabro
  • Körpergröße Hornissen-Königin bis zu 35 mm, die Arbeiterinnen 18 bis 25 mm und die Drohnen 21 bis 28 mm.
  • Im Frühjahr stellt die Königin alleine ein Nest her. Eine erste Wabe und der Beginn einer Schutzhülle wird aus einer papierartigen Masse aus zerkautem Holz hergestellt.
  • In die Wabe legt die Königin ihre befruchteten Eier ab. Aus denen schlüpfen die Larven, die sie bis zur Verpuppung selbst mit Insekten füttert.
  • Aus den Larven entstehen Arbeiterinnen, die dann alle Arbeiten der Königin abnehmen.
  • Die Nester von Hornissen befinden sich oft auch in Vogelnistkästen und in geschützten Höhlungen von Bäumen.
  • Ein Volk von Hornissen kann bis zu einer Zahl von etwa 700 Tieren anwachsen.
  • Die Paarungszeit der Hornissen findet im September bis Oktober statt.
  • Nur die begatteten Königinnen überwintern und gründen im Frühjahr eine neue Generation.
  • Lebensraum: Das sind Wiesen und Wälder.
  • Nahrung für die Brut: Die Hornissen jagen Käfer, Raupen, Libellen, Fliegen, Wespen, Bienen, Spinnen, Heuschrecken.
  • Hornissen sind in Deutschland eine nach der Bundesartenschutzverordnung eine besonders geschützte Tierart.

Verbreitung Hornissen

Die Insekten kommen in Asien, Europa und Nordamerika vor.

Hornissen-Glasflügler

Hornissen-Glasflügler

Hornissen-Glasflügler haben einen Hinterleib von gelb und schwarz geringelt.

Das Weibchen des Hornissen-Glasflügler legt seine Eier an Pappeln ab. Die daraus schlüpfende Raupe bohrt sich in die Rinde ein und ernährt sich vom Holz. Ihr Aussehen erinnert an eine Käferlarve. Im Laufe ihrer 3 bis 4 jährigen Entwicklung frisst sie sich immer tiefer ins Holz und verlässt es schließlich als Falter durch ein etwa 1 cm breites Loch, das auch noch lange Zeit später als Austrittsloch erkennbar ist.

Foto: Von Virglle Kuhn

Steckbrief Hornissen-Glasflügler

Systematik
  • Klasse: Insekten (Insecta)
  • Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
  • Familie: Glasflügler (Sesiidae)
  • Unterfamilie: Sesiinae
  • Gattung: Sesia
  • Art: Hornissen-Glasflügler
  • Wissenschaftlicher Name: Sesia apiformis
  • Größe: Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 30 bis 45 mm
  • Die erreichen eine Größe von etwa 50 mm
  • Vorkommen: In offenen, leicht feuchtem Gelände mit Pappelbeständen wie Wald- und Wegränder. Lichte Auwälder und Gewässerufer. Die Tiere wärmen sich gerne in der Morgensonne auf. Sie ahmen im Aussehen die wehrhaften Hornissen nach und werden dadurch vor Fressfeinden geschützt.
1. Foto: cc - Hornissengerangel - von baerchen57
2. Foto Hornissenstaat: cc - _DSC4036 - von Weinstöckle