Die Hornisse ist ein ziemlich friedliches Insekt

Hornisse

Hornisse – Foto von Jason Charles Hill

Die Hornisse (Vespa crabro) ist kein angriffslustiges Tier, die eher friedfertig ist. Die Insekten verteidigen das Nest und ihre Königin nur gegen tatsächliche oder vermeintliche Angriffe von Feinden. Es ist sogar möglich, dass man mit

behutsamer Annäherung, die ständigen Einflüge zum Nest die Hornissen beobachten kann. Das Gift von einer Hornisse ist nicht toxischer als die von einer Honigbiene, Hummel oder der Wespe. Wird ein gesunder Mensch von einer Hornisse gestochen, stellt es keine besondere Gefahr dar. Ihr Stich ist zwar schmerzhafter, kommt aber weniger häufiger vor als ein Wespenstich. Die Hornisse ernährt sich von anderen Insekten und ist deshalb nicht so häufig in Menschennähe anzutreffen.

Hornissen im Winter

Mit den ersten frostigen Tagen stirbt das gesamte Hornissenvolk. Nur die begattenden Königinnen überwintern in geschützten Verstecken. Im Frühjahr gründet eine Königin allein ein Nest und legt die befruchteten Eier hinein. Aus diesen entwickeln sich Arbeiterinnen, die für alle Arbeiten zuständig sind. Zum Herbst hin schlüpfen junge Königinnen  und Männchen (Drohnen), die dann ausschwärmen und sich paaren.

Steckbrief Hornisse

Systematik

  • Klasse: Insekten (Insecta)
  • Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
  • Familie: Faltenwespen (Vespidae)
  • Unterfamilie: Echte Wespen (Vespinae)
  • Gattung: Hornissen (Vespa)
  • Art: Hornisse
  • Wissenschaftlicher Name: Vespa crabro
  • Körpergröße: Die Hornissen-Königin bis zu 35 mm, die Arbeiterinnen 18 bis 25 mm und die Drohnen 21 bis 28 mm.
  • Im Frühjahr stellt die Königin alleine ein Nest her. Eine erste Wabe und der Beginn einer Schutzhülle wird aus einer papierartigen Masse aus zerkautem Holz hergestellt.
  • In die Wabe legt die Königin ihre befruchteten Eier ab. Aus denen schlüpfen die Larven, die sie bis zur Verpuppung selbst mit Insekten füttert.
  • Aus den Larven entstehen Arbeiterinnen, die dann alle Arbeiten der Königin abnehmen.
  • Die Nester von Hornissen befinden sich oft auch in Vogelnistkästen und in geschützten Höhlungen von Bäumen.
  • Ein Volk von Hornissen kann bis zu einer Zahl von etwa 700 Tieren anwachsen.
  • Die Paarungszeit der Hornissen findet im September bis Oktober statt.
  • Nur die begatteten Königinnen überwintern und gründen im Frühjahr eine neue Generation.
  • Lebensraum: Das sind Wiesen und Wälder.
  • Nahrung für die Brut: Die Hornissen jagen Käfer, Raupen, Libellen, Fliegen, Wespen, Bienen, Spinnen, Heuschrecken.
  • Hornissen sind in Deutschland eine nach der Bundesartenschutzverordnung eine besonders geschützte Tierart.

Verbreitung Hornisse

Die Insekten kommen in Asien, Europa und Nordamerika vor.

Hornissen-Glasflügler

Das Weibchen des Hornissen-Glasflügler legt seine Eier an Pappeln ab. Die daraus schlüpfende Raupe bohrt sich in die Rinde ein und ernährt sich vom Holz. Ihr Aussehen erinnert an eine Käferlarve. Im Laufe ihrer 3 bis 4 jährigen Entwicklung frisst sie sich immer tiefer ins Holz und verlässt es schließlich als Falter durch ein etwa 1 cm breites Loch, das auch noch lange Zeit später als Austrittsloch erkennbar ist.

Steckbrief Hornissen-Glasflügler

Systematik
  • Klasse: Insekten (Insecta)
  • Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
  • Familie: Glasflügler (Sesiidae)
  • Unterfamilie: Sesiinae
  • Gattung: Sesia
  • Art: Hornissen-Glasflügler
  • Wissenschaftlicher Name: Sesia apiformis
  • Größe: Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 30 bis 45 mm
  • Die erreichen eine Größe von etwa 50 mm
  • Vorkommen: In offenen und leicht feuchtem Gelände mit Pappelbeständen wie Wald- und Wegränder. Lichte Auwälder und Gewässerufer. Die Tiere wärmen sich gerne in der Morgensonne auf. Sie ahmen im Aussehen die wehrhaften Hornissen nach und werden dadurch vor Fressfeinden geschützt.