Hirschkäfer (Lucanus cervus)

Hirschkäfer paaren sich.

Hirschkäfer paaren sich.

Die Larve des Hirschkäfers lebt vier Jahre und länger in verrotteten Althölzern. Dann verwandelt sie sich in einen dunkelbraunen Hirschkäfer. Der Käfer hat einen stark vergrößerten, geweihartigen Oberkiefer mit dem er sich …

wehrhaft gegen Feinde verteidigen kann. Die ausgewachsene Tiere leben nur ein paar Wochen lang. Sie ernähren sich von Pflanzensäften/Nektar und suchen sich für die Fortpflanzung einen Geschlechtspartner aus. Die Käfer stehen auf der Roten Liste und sind stark vom Aussterben bedroht.

Steckbrief Hirschkäfer

Systematik

  • Klasse: Insekten (Insecta)
  • Ordnung: Käfer (Coleoptera)
  • Unterordnung: Polyphaga
  • Familie: Schröter (Lucanidae)
  • Gattung: Lucanus
  • Art: Hirschkäfer
  • Wissenschaftlicher Name: Lucanus cervus
  • Der Käfer wird auch Hornschröter, Feuerschröter oder Donnergugi genannt. Er ist der größte Käfer Europas aus der Familie der Schröter (Lucanidae).
  • Größe: Der männliche Käfer erreicht eine Länge von 25 bis 75 mm. Die Weibchen bis max. 40 mm, die deutlich kleiner sind.
  • Beide Geschlechter haben eine schwarzbraune Grundfärbung, die sechs Beine haben.
  • Die Deckflügel und die Mandibeln (Oberkiefer) der Männchen sind braunrot gefärbt. Der Kopf und das Halsschild sind schwarz.
  • Die Weibchen haben einen schmaleren Kopf und einen normal entwickelten Oberkiefer.
Hirschkäfer ein Weibchen und Männchen.

Hirschkäfer ein Weibchen und Männchen.

Fortpflanzung Hirschkäfer

  • Hirschkäfer leben zwei bis sieben Jahre als Larven in abgestorbenen Hölzern und Baumstümpfen.
  • Nach der Verpuppungszeit verlassen die fertigen Tiere im Mai bis Juni den Boden und leben überwiegend im Wald.
  •  Mit sechs bis acht Wochen suchen sich die flugfähigen Käfer zur Vermehrung einen Geschlechtspartner und sterben danach.
  • Nach der Paarung legen die Weibchen etwa 20 Eier in den Wurzelverzweigungen von Bäumen ab. Das kann in der Tiefe von ca. 75 cm sein.

Vorkommen

  • In Süd- und Zentraleuropa sowie in Klein- und Vorderasien.
  • Die Käfer bevorzugen Eichen- und Buchenwälder in gemischter Form, wo anteilmäßig genügend Totholz vorhanden ist.

Giftpilze: Steckbrief Grüner Knollenblätterpilz
Wildperde: Afrikanischer Wildesel

1. Foto: ccLucanus cervus akbesianus – Odontolabis
2. Foto: ccLucanus cervus pair – Brockenhurst, New Forest 2012b – Steven Falk