Hirscheber sind eine gefährdete Art

Hirscheber

Hirscheber sind Allesfresser.

Der Hirscheber hat nur wenig Ähnlichkeit mit einem Schwein. Das Tier wiegt etwa 90 kg, hat fast keine Haare auf dem Körper und eine derbe graue und ziemlich lockere faltige Haut. Hirscheber kommen auf Sulawesi (früher Celebes) und deren vorgelagerten Inseln  vor. Die tagaktiven Hirscheber sind sehr flink und können gut schwimmen. Diese Fähigkeit ermöglicht den Tieren, die vorgelagerten Inseln zu wechseln. Ein auffälliges Merkmal eines Hirschebers sind die beiden Hauerpaare des Keilers. Das untere Paar wächst vom Unterkiefer aus längs des Rüssels nach oben, während das obere das Rüsseldach durchbricht und sich im Bogen zur Stirn neigt. Da diese langen Eckzähne nicht als Waffen eingesetzt werden, sind sie reine Schmuckformen, die das andere Geschlecht beeindrucken sollen. Der Name des Tiers setzt sich aus den indonesischen Wörtern für „Hirsch“ und „Schwein“ zusammen.

Hirscheber-Weibchen mit Jungtier.

Hirscheber-Weibchen mit Jungtier.

Hirscheber Steckbrief

Systematik

  • Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
  • Überordnung: Laurasiatheria
  • Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
  • Unterordnung: Schweineartige (Suina)
  • Familie: Echte Schweine (Suidae)
  • Gattung: Hirscheber
  • Wissenschaftlicher Name: Babyrousa
  • Größe: Kopfrumpflänge 88 bis 107 cm, der Schwanz misst 28 bis 32 cm. Die Schulterhöhe beträgt 65 bis 80 cm, Gewicht bis zu 100 kg.
  • Auffällig sind die großen Hauer. Die sind größer als bei allen anderen Schweinen.
  • Die Haut der Tiere ist spärlich mit borstigen Haaren besetzt. Der Bauch und der Nacken sind faltig. Sie können nicht schwitzen, weil ihnen die Schweißdrüsen fehlen.

Fortpflanzung Hirscheber

  • In der Paarungszeit kommt es unter den Männchen zu heftigen Kämpfen, um sich mit einem Weibchen zu paaren.
  • Da die Hauer der Männchen für gewöhnlich nach rückwärts weisen, kommen gravierende Verletzungen selten vor.
  • Die Tragzeit der Weibchen beträgt rund fünf Monate. Es kommen ein bis zwei Jungtiere zur Welt. Sie sofort Nestflüchter und nicht gestreift sind wie ein Junges vom Wildschwein.
  • Mit etwa 10 Tagen nach der Geburt können die Jungen schon feste Nahrung zu sich nehmen.
  • Mit fünf bis zehn Monate erreichen sie die Geschlechtsreife.

Fotos: Von to.wi – cc