Haubenlerche (Galerida cristata) und Feldlerche (Alauda arvensis)

Haubenlerchen-Weibchen baut ein gut getarntes Nest am Boden und manchmal auch in Steinmauern.

Haubenlerchen-Weibchen baut ein gut getarntes Nest am Boden und manchmal auch in Steinmauern.

Die Haubenlerche ist ein rundlich, gedrungen wirkender Singvogel mit einem abstehenden Federschopf, die im Federkleid viel heller als eine Feldlerche ist. Diese Vogelart hat ein sandfarbenes Gefieder, mit dunkler unauffälliger Zeichnung, die … zur Familie der Lerchen (Alaudidae) gehört.

Steckbrief Haubenlerche

Systematik

  • Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
  • Unterordnung: Singvögel (Passeri)
  • Familie: Lerchen (Alaudidae)
  • Gattung: Galerida
  • Art: Haubenlerche
  • Wissenschaftlicher Name: Galerida cristata
  • Größe Haubenlerchen gut 17 cm, Gewicht ca. 45 g.
  • Flügelspannweite von 29 bis 38 cm.
  • Färbung der Oberseite ist sandbraun oder graubraun, weniger gestreift als bei der Feldlerche.
  • Die Unterseite ist rahmweiß, die Brust dunkel gestreift.
  • Eine Haubenlerche hat einen schwach gebogenen Schnabel. Einen kurzen Schwanz mit dunkler Mitte und gelbbraunen Seiten.
  • Ruf/Stimme Haubenlerche ist ein fließendes an- und absteigendes “die-di-drie” und der Gesang ist kürzer als der einer Feldlerche.
  • Beide Geschlechter gleichen sich im Aussehen und sind Standvögel in Mitteleuropa.
  • Nach IUCN – Status ist die Haubenlerche eine stark gefährdete Vogelart.
  • Die Haubenlerche war im Jahr 1998 Vogel des Jahres
  • Vorkommen: Haubenlerchen kommen in Europa, Asien und Afrika vor.

Nahrung Haubenlerche

Die Singvögel ernähren sich von Samen aus Wildkräutern und Gräsern, Knospen, Würmer, Raupen, Käfer, Insekten, Spinnen und kleinen Schnecken.

Fortpflanzung Haubenlerche

  • Die Singvögel bauen ein Nest mit Gras, kleinen Wurzeln und Moos am Boden in einer tiefen Mulde.
  • Das Gelege besteht aus 3 bis 6 braun gesprenkelten Eiern.
  • Die Brutzeit beträgt 12 bis 14 Tage.
  • Mit 16 bis 18 Tagen werden die Jungvögel flügge und werden danach noch etwa 2 Wochen von den Altvögeln weiterhin gefüttert.

Die Feldlerche

Steckbrief Feldlerche

Systematik

  • Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
  • Unterordnung: Singvögel (Passeri)
  • Familie: Lerchen (Alaudidae)
  • Gattung: Alauda
  • Art: Feldlerche
  • Wissenschaftlicher Name: Alauda arvensis
  • Größe Feldlerche knapp 18 cm, Gewicht ca. 45 g.
  • Das Gefieder der Oberseite ist braun, stark schwärzlich gestreift. Die Unterseite ist rahmweiß mit kräftiger Bruststreifung. Sie ist eine schlanke Lerche mit recht langen Flügeln.
  • Der lange Schwanz hat auffallende weiße Außenkanten.
  • Feldlerchen fliegen singend rüttelnd empor. Nach Beendigung des Gesangs lässt sich der Vogel mit anliegenden Flügeln zu Boden fallen.
  • Stimme Gesang Feldlerche ist ein wohlklingendes klares “trr-litt”, dass ineinander fließt.
  • Der Singvogel kommt in Mooren, Feldern, Weideflächen und Dünen vor.
  • Die Feldlerchen überwintert im Westen/Süden von Europa, Südfrankreich, Spanien, Nordafrika und im Süden von Kleinasien.
  • Die Vögel können ein Alter von etwa 8 Jahren erreichen.

Nahrung

Feldlerchen ernähren sich von pflanzlichen Sämereien, Insekten, Spinnen, Würmern und Keimlingen.

Fortpflanzung Feldlerche

  • Die Singvögel bauen ein verstecktes Nest in 15 bis 25 cm hoher Vegetation. Es wird eine ca. 7 cm tiefe Mulde ausgescharrt und mit Pflanzenmaterial ausgepolstert.
  • Die Eiablage findet in Mitteleuropa ab Mitte März bis Mitte April statt. Zwei Bruten im Jahr sind möglich.
  • Das Gelege besteht aus 2 bis 6 Eiern.
  • Die Brutzeit beträgt 11 bis 12 Tage und nur das Weibchen brütet.
  • Sind die Küken geschlüpft, werden sie vom Weibchen etwa 5 Tage gehudert. Danach füttern beide Altvögel die Jungvögel.
  • Die Jungen verlassen das Nest nach 7 bis 11 Tagen. Mit 15 bis 20 Tagen die ersten kurzen Flugversuche vorgenommen. Nach 30 Tagen werden sie vollständig selbständig. Schon im ersten Jahr erreichen die jungen Feldlerchen die Geschlechtsreife.
  • Feinde Feldlerchen: Das ist die Rabenkrähe, Igel, Maulwurf, Sperber, Fuchs, Wiesel und Hamster.

Reptilien: Steckbrief Karettschildkröte
Raubtiere im Harz: Luchs

Foto: cc – Cotovia-de-poupa | Galerida cristata | Crested lark – von José Luís Barros