Haselmaus ist ein mausähnliches, nachtaktives Nagetier

Haselmaus

Haselmaus

Die Haselmaus (Muscardinus avellanarius) ist in Europa oft in busch- und waldreichen Gebieten zu Hause. Sie lebt vorwiegend im Unterholz und ist ein guter Kletterer. Dieses mausähnliche und nachtaktive Tier gehört zur Familie der Bilche (Gliridae). Die Größe des zierlichen Tieres ist identisch wie mit unserer Hausmaus. Nur ihre Fellfärbung ist viel schöner. Das dichte, weiche Fell ist glänzend gleichmäßig gelblichrot. Die Unterseite ist etwas heller. Die Hauptfeinde der Haselmäuse ist das Mauswiesel, Hermelin, Fuchs und Greifvögel.

Die Haselmaus ist mit dem Siebenschläfer verwandt. Das Tier lebt meist auf Bäumen und Sträuchern, wo sie auch ihre Schlaf- und Brutnester baut. Sie ist überwiegend ein Vegetatier. Gelegentlich fressen die Haselmäuse auch Insekten und deren Larven. Im Winter finden sie nicht ausreichend Nahrung und halten daher zwischen Oktober und April einen Winterschlaf ab. Der kann im Laubstreu und auch in Baumhöhlen oder Nistkästen stattfinden.

Steckbrief Haselmaus

Systematik

  • Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
  • Unterordnung: Hörnchenverwandte (Sciuromorpha)
  • Familie: Bilche (Gliridae)
  • Unterfamilie: Leithiinae
  • Gattung: Haselmäuse
  • Art: Haselmaus
  • Wissenschaftlicher Name der Art: Muscardinus avellanarius
  • Größe von 7 bis 8 cm. Eine Schwanzlänge 6 bis 8 cm. Das Gewicht beträgt 15 bis 35 Gramm.
  • Die Brust und die Kehle der Tiere ist weiß.
  • Das Fell ist gelbbräunlich bis rotbräunlich. Die Füße sind rot. Die Schwanzoberseite ist bräunlichrot.
  • Die Maus ist überwiegend nachtaktiv und hält einen Winterschlaf ab.
  • Haselmäuse können ein Alter von etwa 5 Jahren erreichen.

Nahrung

  • Die Haselmäuse fressen Blätter, Knospen, Blütenkätzchen, Früchte, Raupen, Spinnen, Insekten, Nüsse und Bucheckern.

Fortpflanzung Haselmaus

  • Haselmäuse bauen faustgroße, kugelförmige Nester aus Gräsern, Laub und anderen Materialien in Büschen und auf Bäumen. Die kann man leicht mit Vogelnestern verwechseln.
  • Ein Wurf vom Weibchen besteht aus 3 bis 7 Jungrieren. Es werden 1 bis 2 Würfe von Nachwuchs im Jahr geboren.

Foto: Von Rots Marie-Hélène

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