Haselhuhn lebt gut getarnt am Waldboden

Haselhuhn

Das Haselhuhn benötigt als Lebensraum unterholzreiche Wälder.

Wo das Haselhuhn lebt

Unser kleinstes einheimische Rauhfußhuhn, das Haselhuhn ähnelt sich in beiden Geschlechtern stark in Größe und Färbung. Allerdings zeichnet sich das Männchen durch eine auffallend schwarze, breit weiß begrenzte Kehle aus. Beide besitzen eine kleine aufrichtbare Kopfhaube und eine schwarze Binde im grauen Schwanz, die besonders im Flug zu sehen ist. Beim Aufflug hört man nur einen leise schwirrenden Ton, kein lautes Poltern wie beim Auerwild. Die Hühnervögel sind in Misch- und Niederwäldern des Hügellandes zu finden, wo sie sehr versteckt leben. Besondern gern hält sich das Haselwild in Birken- und Espenbeständen auf.

Ihre Lieblingsplätze sind die Südseiten von Hängen, die an steinigen Bereichen mit Beerensträuchern besetzt sind. Das Haselhuhn ist etwa so groß wie ein Rebhuhn , dass sich überwiegend von vielfältiger pflanzlicher Kost ernährt. Der Hahn und die Henne finden sich bereits im Herbst zusammen und leben in Einehe. Der von seiner Henne auf dem Boden oder niedrigen Ästen balzende Hahn lässt die Flügel hängen und schlägt den gefiederten Schwanz auf und nieder. Er richtet dabei seine Kopfhaube auf, sträubt Ohr- und Kehlfedern und lässt ein lebhaftes, weithin vernehmbares Trillern und Pfeiden hören.

Steckbrief Haselhuhn

Systematik

  • Klasse: Vögel (Aves)
  • Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)
  • Familie: Fasanenartige (Phasianidae)
  • Unterfamilie: Raufußhühner (Tetraoninae)
  • Gattung: Haselhühner (Tetrastes)
  • Art: Haselhuhn
  • Wissenschaftlicher Name: Tetrastes bonasia
  • Größe Haselhuhn: Eine Länge von 34- bis 36 cm.
  • Die Vögel haben eine Gefiederzeichnung von grau bis rotbraun auf der Oberseite und weißlich-schwarz gemustert auf der Unterseite.
  • Der Schwanz ist relativ lang und schwach gerundet. Der hat Hahn hat im Gegensatz zur Henne einen schwarzen Kehlfleck.
  • Vorkommen: Haselhühner bewohnen die nördlichen und gemäßigten Zonen von Eurasien. Sie brüten in den Alpen bis zum Balkan und von Skandinavien bis Russland.

Was ein Haselhuhn frisst

Das sind vor allem Knospen und Samen von verschiedenen Laubbäumen. Im Sommer und Herbst kommen Früchte und Beeren dazu. Im Winter ernährt sich das Haselwild mit Nadeln von Nadelbäumen, den Zweigen des Heidelbeerstrauchs oder von den Spitzenknospen des Haselstrauchs.

Fortpflanzung Haselhuhn

  • Zwischen März und Mai legt das Weibchen in der Vegtation in einer gut getarten Nestmulde 8 bis 12 Eier hinein, die es in etwa 25 Tage alleine ausbrütet.
  • Erst wenn die Küken einige Tage alt sind, gesellt sich der Hahn zu ihnen.
  • Die Entwicklung der Jungen verläuft sehr rasch, die mit 30 bis 40 Tagen fliegen können.

Foto: Von Nik Borrow – CC BY-NC 2.0