Hamster haben ein niedliches Aussehen

Feldhamster

Feldhamster

Die Hamster sind plump gebaute Tiere mit großen Backentaschen und drei Backenzähnen mit Wurzeln in jeden Kiefer. Zu den Hamstern im engeren Sinne sind eine Fülle amerikanischer, besonders südamerikanischer Gattungen zu rechnen. Unser Feldhamster (Cricetus cricetus) ist heute ein streng geschütztes Tier, der vom Aussterben bedroht ist. Der in letzter Zeit bekannt gewordene Syrische Goldhamster (Mesocricetus auratus) ist ein beliebtes Haustier in der Käfighaltung geworden. Graue Zwerghamster (Cricetulus) sind in Europa und Asien verbreitet. Der in Deutschland lebende Hamster lebt in Getreidefeldern des gesamten gemäßigten Europa und Asien.

Wie leben die Hamster?

Sand und wasserreiche Gegenden, Gebirge und Waldungen meiden die Tiere. Ihre Baue bestehen aus einer Wohnkammer, einer schrägen Ausgangs- und einer senkrechten Eingangsröhre. Die Wohnkammer steht durch Gänge mit der Vorratskammer in Verbindung. Man erkennt den Hamsterbau leicht an dem Erdhaufen, der vor der Ausgangsröhre liegt und meist mit Spreu und Hülsen bestreut ist. Das Gangsystem wird sehr reinlich in Ordnung gehalten. Je nach Alter und Geschlechter der Tiere weichen die Bauten etwas voneinander ab. Der Hamster ist mürrisch, bissig, bei Gefahr auch mutig, so dass seine Haltung wenig Anziehendes hat. Anders ist das beim Syrischen Goldhamster, den man leicht zähmen kann und der auch ein gefälliges Wesen besitzt, ähnlich wie die Meerschweinchen.

Fortpflanzung

Im Mai bis Juli finden sich die Hamsterpaare zusammen. Das Weibchen wirft nach drei Wochen Tragzeit zwei oder dreimal im Jahr 4 bis 18 Junge. Die Jungtiere entwickeln sich schnell und werden sich bald selbst überlassen. Die Hamster sind also äußerst fruchtbar, so dass trotz zahlreicher Feinde wie Raubvögel, Raubtiere und Mensch noch in freier Wildbahn begrenzt vorkommen. Bekannt ist ihr ausdauernder Schlaf zur Winterzeit, bei dem sie alle Gänge des Baues verstopft halten.

Foto: Von Ivan Radic – cc