Großkatzen in den Steppenlandschaften

Großkatze Leopard

Großkatze Leopard

Viele Weidetiere, Nager und Verwandte ernähren sich von der Vegetation was die Steppenlandschaften hergeben. Das wiederum zieht die Raubtiere an, vor allem die Großkatzen, die die Tiere zum Überleben jagen. Einer davon ist der mittelgroße Karakal auch Wüstenluchs genannt. Auf seinem Speiseplan stehen außer den Antilopen auch kleinere Beutetiere wie Hasen, Mäuse, Reptilien und Vögel. Die berühmteste Großkatze ist natürlich der Löwe, der ein geselliges Raubtier ist. Die Sozialstruktur der Löwen ist variabel, die mit bis zu 45 Einzeltiere in Rudeln leben. Es kommt auch vor, dass sich mehrere Rudel vorübergehend vereinigen und somit weit größere Verbände bilden. Solange die Löwen nicht jagen, haben ihre Beutetiere, etwa der Kaffernbüffel, das Zebra oder die Antilopen keinerlei Angst vor ihnen. Oft grasen die Tiere friedlich sogar in kurzer Entfernung der Jäger. Wenn Löwen jagen, legen sie in der Nacht oft 30 Kilometer zurück.

Zeichnungen im Fell

Das Fell aller Großkatzen hat Zeichnungen. Der Leopard, Jaguar, Schneeleopard und der Nebelparder haben ein geflecktes Fell. Der Tiger hat ein gestreiftes Fell. Bei den Löwen haben meist nur die Juntiere Flecken. Aber manchmal bleiben diese Flecken auch für immer bei den ausgewachsenen Löwen erhalten.

Die Großkatzen Geparde

Großkatzen

Großkatzen: Eine Gepardenmutter mit Nachwuchs in der Steppe.

Die Geparde haben ihre eigene Jagdmethode auf Huftiere. Ein Gepard sucht sich ein bestimmtes Tier in einer Antilopenherde aus. Die Katze schleicht sich in gebückter Haltung so nah wie möglich an die Beute heran. Dann beschleunigt sie auf 75 oder gar 110 Stundenkilometer, um das Opfer zu hetzen. Der schlanke Körper des Geparden wird dabei von den langen Hinterläufen durch die Luft katapultiert. Die Läufe greifen so weit nach vorne aus, dass sie ein gutes Stück vor den Vorderbeinen auftreffen. Gelingt es den Geparden nicht seine Beute innerhalb von etwa 800 Metern zu erreichen, gibt er die Jagd auf. Denn der Gepard ist ein Kurzstreckensprinter, während die Gazellen und andere Antilopen große Entfernungen mit Höchstgeschwindigkeit zurücklegen können.

Die Beutetiere des Jaguars sind sehr vielfältig

Die Großkatze Südamerikas ist der Jaguar (Panthera onca), der als Einzelgänger in den Urwäldern des tropischen Südamerika lebt. Das Raubtier bevorzugt besonders feuchte Gegenden. Seine Größe, Lebensweise und Gefährlichkeit gleicht der des Leoparden.  – Zwei weitere Arten der Gattung bewohnen noch Asien und zwar der kleinere Nebelparder (Neofelis nebulosa) des südlichen Asiens und der Schneeleopard (Panthera uncia) in Mittel- und Nordasien. Der Nebelparder zeigt auf Kopf, Füßen und Unterleib volle schwarze, rundliche oder gekrümmte Flecken und Streifen. Sein Räubertum beschränkt sich auf das Fangen von kleineren Säugern und Vögeln. Auch der Schneeleopard hat schwarze Flecken auf gelbem Fell, dessen Dichte ihm das Leben in kälteren Gebieten ermöglicht.

Der elegante Leopard ist ein fantastischer Jäger

Schwarzer Panther

Schwarzer Panther Foto:  Spencer Wright – cc

Der Leopard oder Panther bewohnt Afrika und Asien. Auffällig ist die Fleckzeichnung des Felles der Raubkatze, die selbst bei den schwarzen Formen hoch durchscheint. Schwarze Panther treten mit anders gefärbten im gleichen Wurf auf und sind keine Vertreter einer besonderen Unterart. Den Leopard trifft man auf Bäumen oder in einem Busch an. Erst bei seinen Bewegungen zeigt sich, wie schön die Großkatze ist. Er ist listig, verschlagen, tückisch und blutdürstig; unter den Herden richtet er häufig ein fürchterliches Blutbad an. Dabei tötet er stets mehr Tiere, als er zur Nahrung benötigt. Die Paarungszeit, in der Kämpfe zwischen den Männchen häufig sind, liegt im Vorfrühling.

Der Tiger ist die schwerste Raubkatze

Der Tiger ist eine echte Katze, ohne Mähne, mit etwas starkem Backenbart. Ein bekanntes Merkmal sind die Querstreifen auf dem Fell. Er ist die furchtbarste aller Katzen, die weit mehr als der Löwe bewohnte Gegenden aufsucht. In den Dschungeln und Rohrwäldern, in Grasdickichten und farbenreichen Gebüschen ist der Tiger trotz seiner auffallenden gelb-schwarzen Färbung nicht zu erkennen. Er ist kein ausgesprochenes Nachttier, sondern belauert und beschleicht schon vor Sonnenuntergang seine Beute. Er stürzt sich pfeilschnell mit wenigen Sätzen auf sein Opfer und schlägt die Krallen mit großer Kraft in den Nacken. Selbst ein starkes Tier wird sofort zu Boden gestürzt. Die langhaarigen Tiger des Nordens ziehen lichte Steppen vor, während die kurzhaarigen südlichen Tiere sich im Dschungel aufhalten.

  1. Foto: Von lee bernd
  2. Foto: Colin Watts