Großer Panda (Ailuropoda melanoleuca)

Zwei Große Pandas beim Fressen mit ihrer Lieblingsspeise Bambus.

Zwei Große Pandas beim Fressen mit ihrer Lieblingsspeise Bambus.

Der Große Panda wird oft als Pandabär, Bambusbär oder Prankenbär bezeichnet. Das Säugetier sucht den äußersten Nordostrand des tibetischen Hochlandes, eine Steppenlandschaft, unweit des Bajan-Char-Uul- Gebirges auf. Die eigentliche Heimat des …

Großen Panda ist etwas weiter östlich, in den tiefen Schluchten und auf den steilen Felshängen im Westen der Provinz Szetschuan.

Das Gebiet ist ein unwegsames Gelände mit Bergen und Tälern, dass von Nebel, Regen und Schnee beherrscht wird. Im Sommer ist die Landschaft mit Gras bewachsen und wird mit Pappeln, Eichen und Eiben belebt. In einer Höhe von ca. 1800 Metern beginnt der Bambusgürtel, dass Gebiet der Bambusbären. Die Tiere ziehen im Sommer bis zu einer Obergrenze von ca. 2500 bis 4000 Meter hinauf und im Winter wieder in tiefere Regionen.

Die Pandas setzen sich immer mehr einer Gefahr aus, wenn sie auf der Suche nach neuen Gebieten Straßen und Felder überqueren müssen. So kommen sie oft in die Nähe von menschlichen Behausungen und sind Wilderern ausgeliefert. Für das Töten der Bären bestehen zwar hohe Strafen,  aber es werden noch Fallen aufgestellt, in denen sie qualvoll sterben müssen. Der Große Panda frisst am Tag zwischen 20 bis 30 kg Bambus, was seine Hauptnahrung ist.

Steckbrief Großer Panda

Große Pandas sind Bodenbewohner, die aber auch gut klettern und schwimmen können.

Große Pandas sind Bodenbewohner, die aber auch gut klettern und schwimmen können.

– Wissenschaftlicher Name: Ailuropoda melanoleuca

Für den Großen Panda (auch Riesenpanda genannt) wurde im Jahr 1992 von der chinesischen Regierung ein nationales Schutzprogramm erstellt.

Für den Großen Panda (auch Riesenpanda genannt) wurde im Jahr 1992 von der chinesischen Regierung ein nationales Schutzprogramm erstellt.

– der Große Panda ist eine Säugetierart aus der Familie der Bären (Ursidae)
Größe: Das Raubtier erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 120 bis 150 cm, der Stummelschwanz ist rund 12 cm lang, Gewicht variiert von 75 bis 160 kg
– zu anderen Bärenarten hat der Große Panda eine großen Kopf, das liegt daran, dass er verlängerte Jochbeinbögen und stärkere Kaumuskeln hat
– die Beine, Arme, Brust, Augen- und Ohrenbereich sind stets schwarz, der Rest des Körpers ist weiß
– der Große Panda ist vom Aussterben bedroht, ist ein Einzelgänger und hält keine Winterruhe ab
– in Gefangenschaft kann ein Großer Panda ein Alter von ca. 35 Jahren erreichen (noch unerforscht in freier Wildbahn)

Schädel und Gebiss Großer Panda.

Schädel und Gebiss Großer Panda.

Nahrung Großer Panda
– die Raubtiere ernähren sich hauptsächlich von Bambus und bevorzugen Bambusschösslinge, darüber hinaus auch Enziane, Schwertlilien, Krokusse und Bocksdorn, kleine Mengen von Wirbeltieren sowie Raupen, sie fressen auch Fleisch sind aber keine geschickten Jäger
– da Pandas am Tag viel fressen, müssen sie ihren Darm bis zu 40 mal pro Tag entleeren, weil ihr Körper die große Menge kaum verdauen kann

Fortpflanzung Großer Panda

Junge Pandas verlassen die Mutter mit rund 18 Monaten.

Junge Pandas verlassen die Mutter mit rund 18 Monaten.

– die Großen Pandas paaren sich in den Monaten März bis Mai
– wie bei anderen Bärenarten kommt es bei ihnen auch zu einer verzögerten Einnistung
– die befruchtete Eizelle bleibt ca. 45 bis 120 Tage im Uterus, bevor es zur Nidation kommt
– der Wurf von ein bis zwei Junge kommt meistens im August bis September zur Welt, ein Jungtier hat ein Geburtsgewicht von ca. 90 bis 130 g, bei Zwillingsgeburten zieht die Mutter nur ein Junges groß und verstößt das andere
– mit fünf bis sechs Monaten nimmt das Jungtier erstmals feste Nahrung auf, nach acht bis neun Monaten wird es entwöhnt und mit rund 18 Monaten verlässt es die Mutter
– die Geschlechtsreife wird mit fünf bis sieben Jahren erreicht

So groß bin ich!

So groß bin ich!

Lurche in Mitteleuropa: Steckbrief Alpensalamander
Wasservögel in Deutschland: Steckbrief Höckerschwan
Nagetiere: Steckbrief Siebenschläfer

1. Foto: ccGroße Pandas / Giant Pandas „Po“ und „De De“ – Zoo Madrid – März 2012 – Massai_1
2. + 4 + 6. Foto. ccTian Tian – von Craig Salvas
3. Foto: ccChina, rondreis door de provincie Sichuan, okt. 2010
von Martha de Jong-Lantink
5. Foto: ccGroßer Panda/Giant panda – bin119