Großer Brachvogel (Numenius arquata)

Der Große Brachvogel ist eine gefährdete Art..

Der Große Brachvogel benötigt offene Feuchtgebiete.

Der Große Brachvogel ist die größte Art unter unseren schnepfenartigen Vögeln, den man am langen, sanft abwärts gebogenen Schnabel erkennt. Der Brachvogel ist in Mitteleuropa ein Brut- und Sommervogel, der zunehmend in seinem …

Bestand abnimmt. Es ist dringend erforderlich den Vogel Schutz zu gewähren, indem man Brachwiesen erst später mäht, damit die Nestgelege in der Brutzeit durch Mähwerke nicht zerstört werden. Dafür müssen die Naturschutzbehörden mit Landwirten dementsprechende Verträge abschließen. Der Große Brachvogel war im Jahr 1982 Vogel des Jahres.

Gefährdung der Brachvogelhabitate:
– großflächiger Torfabbau der Moore
– Feuchtgebiete entwässern durch Drainage
– Streuwiesen nicht pflegen und verbuschen lassen
– Umbruch von Wiesen in Ackerland

Großer Brachvogel Steckbrief

Der Große Brachvogel hat eine Stimme/Ruf, die wehmütig klingt wie "kuri li".

Der Große Brachvogel hat eine Stimme/Ruf, die wehmütig klingt wie „kuri li“.

Systematik
– Ordnung: Regenpfeiferartige (Charadriiformes)
– Familie: Schnepfenvögel (Scolopacidae)
– Gattung: Brachvögel (Numenius)
– Art: Großer Brachvogel
– Wissenschaftlicher Name: Numenius arquata
– der Große Brachvogel ist eine Vogelart aus der Familie der Schnepfenvögel (Scolopacidae) und kann ein Alter von ca. 30 Jahren erreichen
– der größte Watvogel Europas hat ein braunes, dunkel geflecktes Gefieder
– der Große Brachvogel ist ca. 50 bis 60 cm lang, Flügelspanne ca. 80 bis 100 cm
– Gewicht ca. zwischen 600 und 1000 g
–  das Kennzeichen des Großen Brachvogels ist der lange und stark nach unten gekrümmte Schnabel von ca. 15 cm Länge
– das Weibchen ist etwas größer als das Männchen und hat einen deutlich stärker, längeren und gebogenen Schnabel
– beide Geschlechter sehen gleich aus
– Stimme Ruf Großer Brachvogel im Flug ist ein heiseres “tlüih oder chrürüi, bei Erregung und am Boden ein “tüi tüi tüi tüi”
Lebensraum Großer Brachvogel
– die Vögel brüten in Mooren, Moorheiden, Feuchtwiesen, in offenen Marschen und gelegentlich auch auf Äckern in der Nähe von Wiesen, im Winter ziehen die Watvögel an die Küsten in West- und Südeuropa

Mit ihrem Schnabel, der wie eine Pinzette greift, zieht der Große Brachvogel Insekten, Würmer und Schnecken aus dem feuchten Boden heraus.

Mit seinem Schnabel, der wie eine Pinzette greift, zieht der Große Brachvogel Insekten, Würmer und Schnecken aus dem feuchten Boden heraus.

Nahrung Großer Brachvogel
– Würmer, Insekten, Schnecken und Muscheln werden mit dem langen Schnabel aus dem Boden gestochert, im Binnenland ernährt sich der Vogel auch zum Teil von Pflanzen, im Watt von Strandkrabben, Wattwürmern und anderen Kleintieren
Fortpflanzung Großer Brachvogel
– die Bodenbrüter bauen ein Nest mit wenig trockenem Genist in einer ausgelegten Mulde an trockenen Stellen, die Brachvögel brüten auch in trockenem Heide- und Dünengelände
– ca. Ende März bis Anfang Mai werden 2 bis 5 bräunlich bis grünliche, dunkel gefleckte Eier (67,6 x 47,9 mm) abgelegt
– die Brutdauer beträgt ca. 27 bis 29 Tage, beide Geschlechter lösen sich beim Brüten ab
– die Küken sind Nestflüchter und werden mit ca. 5 Wochen flügge

Raubtiere: Der Schneeleopard
Singvögel: Der Wiedehopf Steckbrief

  1. Foto Großer Brachvogel: ccWulp – Tim Strater
    2 + 3. Foto: cc – Taking Off – von Charles Lam