Grauschnäpper kann im Flug mehrere Insekten fangen

Grauschnäpper

Der Grauschnäpper ernährt sich überwiegend von fliegenden Insekten, indem er von Sitzwarten aus Stoßflüge unternimmt.

Der Grauschnäpper (Muscicapa striata) ist in Deutschland der bekannteste Vertreter unter den Fliegenschnäppern. Der Vogel erscheint Ende April oder Anfang Mai in sein Brutgebiet. Er ist ein Langstreckenzieher und verlässt uns Ende August oder Anfang September zum Flug in sein Winterquartier in das tropische und südliche Afrika. Die Oberseite seines Gefieders ist tiefgrau mit schwarzen Schaftstrichen, die ganze Unterseite ist schmutzigweiß. Seine Seiten der Brust sind schwach rostgelb. Die Heimat des Fliegenfängers sind alle Höhen- und Breitengürtel unseres Erdteils mit Ausnahme der nördlichen Länder. Als Wohnort bevorzugt der Singvogel Gebüsche an insektenreichen Gewässern. Auch in der Nähe des Menschen in Parks und Obstgärten ist er kein seltener Gast.

Seine Nahrung besteht aus mancherlei fliegender Insekten (auch Schmetterlinge, Hummeln und Heuschrecken), die er im Flug mit großer Gewandheit zu erhaschen weiß. An Regentagen in der Brutzeit reicht manchmal nicht das Futter von Insekten aus, um die Jungen satt zu bekommen. Dann kann man beobachten, wie der Vogel sich Beeren von Sträuchern holt, um seine Nachkommenschaft nicht hungern zu lassen. Nahe verwandt ist der Grauschnäpper mit dem Trauerschnäpper (Ficedula hypoleuca), der im Hochzeitskleid auf der ganzen Oberseite schwarz ist. Auf der Unterseite ist er weiß gefärbt und auf den schwarzen Flügeln trägt einen weißen Spiegel.

Fliegenschnäpper sind mit Drosseln verwandt

Alle Fliegenschnäpper sind muntere, recht bewegliche und gewandte Vögel. Den ganzen Tag sind sie in Bewegung. Auch wenn sie auf Zweige ruhen, zucken sie mit den Flügeln und der Schwanz wippt auf und nieder. Charakterischtisch für die Fliegenschnäpper ist ihre Art der Insektenjagd. In der Höhe eines Baumes oder Strauches auf einer hervorragenden Zweigspitze sitzend, wartet der Vogel, bis ein fliegendes Insekt in seine Nähe kommt. Sofort fliegt er ihm nach und fängt es mit viel Geschicklichkeit. Dann fliegt er zurück, von der er ausflog.

Foto: Von Werner Witte – CC BY-NC 2.0