Girlitz war ursprünglich nur im Mittelmeergebiet heimisch

Girlitz

Der Girlitz wurde seit jeher in adligen Kreisen als Käfigvogel gehalten.

Der Girlitz (Serinus serinus) ist bei uns ein eingewanderter Singvogel aus den Mittelmeerländern. Die Färbung des Gefieders ist ein schönes Grün auf der Oberseite und ein blasses Goldgelb auf der Unterseite. Brust- und Bauchseiten tragen große schwarze Längsflecken. Die Flügel sind braun, grüngelb und weiß gezeichnet. Seine Heimat sind Atlasländer, der Süden Europas und Kleinasien. Von dort hat er sich allmählich nach Norden verbreitet. Der Girlitz Vogel bleibt in den nördlichen Gebieten ein ausgesprochener Zugvogel, der sich bei uns von April bis Oktober aufhält. Der Vogel ist stets gut gelaunt, gesellig und friedliebend. Wie bei den Buchfinken erscheinen zuerst die Männchen aus dem Winterquartier, die Weibchen folgen erst später.

Der Gesang des Girlitz ähnelt dem Lied unserer Heckenbraunelle, ist aber wesentlich härter und lauter mit schwirrende Klänge. Beim Singen lässt das Männchen die Flügel hängen, hebt den Schwanz und dreht sich ständig nach allen Seiten. Wie ein balzender Hahn vollführt er vor seiner Angebetenden ausgesprochene Balztänze vor. Der kleine und kompakt gebaute Girlitz ähnelt dem Zeisig und der Goldammer. Er unterscheidet sich jedoch zum Zeisig durch seinen leuchtend gelben Bürzel, den hellen Scheitel, den stärker gegabelten Schwanz und den kurzen Schnabel.

Steckbrief Girlitz

Systematik

  • Unterordnung: Singvögel (Passeri)
  • Familie: Finken (Fringillidae)
  • Unterfamilie: Stieglitzartige (Carduelinae)
  • Tribus: Carduelini
  • Gattung: Girlitze (Serinus)
  • Art: Girlitz
  • Wissenschaftlicher Name: Serinus serinus
  • Größe Girlitze: Eine Körperlänge von gut 11 cm, Flügelspannweite von 20 cm, Gewicht liegt bei 11 bis 13 Gramm.
  • Das Gefieder ist an der Oberseite gelblich grün mit braunen Streifen; Kopf, Brust und Bürzel sind gelb. Das Weibchen zeigt allgemein weniger Gelb im Gefieder.
  • Stimme: Schneller, quietschend klirrender Gesang; trillernde Rufe.
  • In den 80 bis 200 Jahren ist der Girlitz nach Mitteleuropa eingewandert.
  • Verbreitung: Girlitze sind Teilzieher in Europa, Vorderasien und Nordafrika beheimatet. Westlich der Linie von den Niederlanden zum Balkan leben Girlitze als Jahresvögel. In Großbritanien und Skandinavien sind die Vögel nur im Süden vertreten.
  • Bei der Nahrungssuche am Boden ist der Vogel eher unauffällig, aber man kann seinen Gesang weit hören. Er postiert sich daher auf Baumspitzen und Antennen oder vollführt einen fledermausartigen Singflug. Girlitze ernähren sich hauptsächlich von Knospen und Samen, im Sommer auch von kleinen Insekten.

Fortpflanzung

  • Der Girlitz baut sein tassenförmiges Nest auf einem Baum oder Strauch.
  • Das Weibchen legt ab April 3 bis 4 bläuliche, rotbraun gesprenkelte Eier ab, die von ihm etwa in 13 Tagen lang bebrütet wird.
  • Die Jungvögel werden nach 13 bis 18 Tagen flügge. Die Vögel bringen zwei Gelege im Jahr hervor.
  • Sie sind gesellige Vögel und schließen sich gerne zu kleinen Scharen zusammen, oft mit Buchfinken, Grünlingen und Hänflingen. Ihr Flug ist schnell und bogenförmig.

Foto: Charles J Sharp – CC BY-SA 4.0