Giraffengazellen kommen ohne Wasser aus

Die Männchen der Giraffengazellen sind territoriale Einzelgänger und kämpfen in der Paarungszeit erbittert um die Weibchen.

Die Männchen der Giraffengazellen sind territoriale Einzelgänger und kämpfen in der Paarungszeit erbittert um die Weibchen.

Die Giraffengazellen (Litocranius) auch Gerenuk genannt, brauchen in ihren Leben niemals zu trinken. Die Tiere nehmen selbst dann kein Wasser auf, wenn sich in ihrer Nähe ein Wasserloch befindet. Giraffengazellen kommen mit der Feuchtigkeit in Obst und Gemüse (z.B. Bananen, Äpfel, anderen Früchten, Karotten, Keimhafer) aus. Die Giraffengazellen haben einen langen Hals und beim Äsen stellen sie sich häufig auf die Hinterbeine, um an hohes Baum- oder Strauchlaub zu gelangen.

Steckbrief  Giraffengazellen

Systematik

  • Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
  • Unterordnung: Wiederkäuer (Ruminantia)
  • Familie: Hornträger (Bovidae)
  • Unterfamilie: Antilopinae
  • Tribus: Gazellenartige (Antilopini)
  • Gattung: Giraffengazellen

Merkmale

  • Größe: Schulterhöhe bis zu ca. 1,04 m, Gewicht zwischen 32 bis 50 kg, nur das Männchen trägt Hörner von einer ca. 43 cm Länge
  • das Haarkleid auf dem Rücken ist rötlich schokoladenbraun, die Körperseiten sind deutlich heller, eine dunkle Linie grenzt die weiße Bauchseite deutlich ab, die Ohren sind groß
  • die tagaktiven Giraffengazellen leben in kleinen Trupps zusammen (bis zu ca. 12 Tieren)
  • Feinde: Löwen, Geparde, Hyänen und Leoparden
Giraffengazellen kommen auf den Hinterbeinen und durch ihren langen Hals an hohe Blätter in den Ästen heran.

Giraffengazellen kommen auf den Hinterbeinen und durch ihren langen Hals an hohe Blätter in den Ästen heran.

Verbreitung

Ihr Verbreitungsgebiet liegt im Osten von Afrika: erstreckt sich von Äthiopien über Somalia bis in den Süden von Äthiopien hinein.

Nahrung

Blätter, Triebe, Blüten, Früchte und Kletterpflanzen

Fortpflanzung Giraffengazellen

Giraffengazellen haben jahreszeitlich keine feste Paarungszeit. Beginnt die Paarung, veranstalten die Männchen untereinander große Kämpfe um Weibchen befruchten zu können. Die Tragzeit der Weibchen beträgt zwischen 190 bis 210 Tage. Meistens wird ein Jungtier geboren (selten zwei). Nach der Geburt ist das Jungtier in der Lage schnell auf die Beine zu kommen, um der der Mutter zu folgen. Nach rund sechs Monaten beginnt die Entwöhnung und mit ca. einem Jahr erreicht das Jungtier die Selbständigkeit.

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1. Foto kämpfende Giraffengazellen-Männchen: cc - Gerenuk Antelopes (Samburu National Reserve) - von Alex Voets
2. Foto: cc - Litocranius_walleri_m1.jpg - von David Bygott