Giftige Tiere auf der Welt

Pfeilgiftfrosch

Pfeilgiftfrosch – Der Schreckliche Pfeilgiftfrosch gehört zu den giftigsten Tieren auf der Welt.

Hier stellen wir die gefährlichsten Tierarten auf der Welt vor, die an oberster Stelle unter den 10 giftigsten Tieren zählen, die sowie im Wasser oder auf dem Land leben. Die Gifttiere können mit einem einzigen Biss (auch durch Hautberührung) einen Menschen oder ein Tier töten.

Der Pfeilgiftfrosch

Einer der gefährlichsten Gifttiere auf der Welt ist der Schreckliche Pfeilgiftfrosch (Phyllobates terribilis). Der kleine, bunte Frosch ist in Kolumbiens Urwäldern zu Hause. Von den insgesamt rund 170 vorkommenden Froscharten sind aber nur drei Arten (Schrecklicher Pfeilgiftfrosch (Phyllobates terribilis), Phyllobates bicolor, Phyllobates aurotaenia) für Menschen lebensgefährlich, die alle in den Regenwäldern von Kolumbien vorkommen. durch ihre knallbunten Farben signalisieren die giftigen Frösche “Hallo Achtung wir sind giftig”.

Steckbrief Schrecklicher Pfeilgiftfrosch

Der Schreckliche Pfeilgiftfrosch, wird auch als Schrecklicher Giftfrosch, Schrecklicher Blattsteiger, Goldener Giftfrosch, Zitronengelber Blattsteiger oder Goldener Blattsteiger bezeichnet.

Systematik
– Klasse: Lurche (Amphibia)
– Ordnung: Froschlurche (Anura)
– Überfamilie: Ranoidea
– Familie: Baumsteigerfrösche (Dendrobatidae)
– Gattung: Blattsteiger (Phyllobates)
– Art: Schrecklicher Pfeilgiftfrosch
– der Pfeilgiftfrosch besitzt das Krampfgift „Batrachotoxin“, dass die Muskeln und Atmung lähmt und zum Tod führt
– der einheitliche knallgelbe Körper ist metallisch gelbgrün oder orange gefärbt, der Pfeilgiftfrosch gehört zum giftigsten Tier der Welt
– mit der Größe von 5 cm gehört der giftigste Frosch zu den größten Vertretern seiner Familie der Baumsteigerfrösche
– die Weibchen sind durchschnittlich etwas größer als die Männchen

Vorkommen Schrecklicher Pfeilgiftfrosch
– der giftige Pfeigiftfrosch kommt in einem kleinen Areal um den Fluss Rio Saija nahe der Pazifikküste Kolumbiens im Department Cauca vor
– er bewohnt den Regenwald am Boden und in Flussnähe, eine gute hohe Bestandsdichte ist dort vorhanden
– in der Fortpflanzungszeit geben die Männchen über ihre Schallblasen trillernde Rufe ab, um Weibchen anzulocken
– die Eier werden an Land abgelegt
– wenn die Larven geschlüpft sind, nimmt das Männchen diese auf den Rücken tragend zum Gewässer hin, wo sie die Kaulquappenphase wie auch viele andere Frösche durchlaufen
– nach der Paarungszeit leben die Frösche als tagaktive Einzelgänger

Die Seewespse

Nur mit einer Schutzbekleidung sollte man sich der Seewespse nähern.

Nur mit einer Schutzbekleidung sollte man sich der Seewespe nähern.

Es gibt 16 Arten von Würfelquallen, die gefährlichste davon ist die Seewespse, weil sie mit ihrem starkes Gift Menschen töten kann. Da die Seewespe durchsichtig erscheint, kann sie für Wassersportler schnell zum Verhängnis werden. Mehr unter …  Steckbrief Seewespe

Foto: ccsea wasp – Kelpman

Krustenanemonen

Krustenanemonen, die giftigsten sind die Palythoa-Arten.

Krustenanemonen, die giftigsten sind die Palythoa-Arten.

Systematik
– Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
– Stamm: Nesseltiere (Cnidaria)
– Klasse: Blumentiere (Anthozoa)
– Unterklasse: Hexacorallia
– Ordnung: Krustenanemonen
– Wissentschaftlicher Name: Zoanthidea
Die Krustenanemonen, sind sehr giftig und stehen bei Meerwasseraquarien-Besitzern durch Haltung hoch im Kurs. Die meisten Vertreter sind nur ein paar Zentimeter groß, in dieser Ordnung sind solitär lebende und auch Arten die Kolonien bilden. Die Palythoa-Arten sind am gefährlichsten, die über das stärkste Gift der Welt “Palytoxin” verfügen, dass nicht auf Eiweiß basiert (nur Maitotoxin ist noch tödlicher).

Dabei sollten Aquarianer bei der Reinigung unbedingt mit Handschuhen die Arbeiten verrichten. Da es keine Inkubationszeit gibt, wirkt das Gift sofort als Kontaktgift als auch über Aerosole. Zur Zeit gibt es kein Gegengift, die Beschwerden äußern sich durch Unwohlsein, starken Schüttelfrost, Erbrechen, Muskellähmungen. Kleine Lebewesen können bereits durch 0,00015 mg/kg Gift getötet werden.

Foto: cc – Palythoa sp. – Vishal Bhave

Blaugeringelte Kraken (Hapalochlaena)

Großer Blaugeringelter Krake ein sehr giftiges Tier.

Großer Blaugeringelter Krake ein sehr giftiges Tier.

Der Lebensraum der Blaugeringelten Kraken liegt vor den Küsten Australiens, der Philippinen, Indonesiens und Neuguineas. Die Tiere haben einen Giftvorrat in sich, der bis zu 25 Menschen in kurzer Zeit töten kann. Zwischen den Gezeiten kommt es vor, dass Blaugeringelte Kraken in Tümpeln bleiben, um dort Krabben zu verspeisen. Gegenüber Menschen sind die Kraken eher scheu und sie halten sich in den Meerestiefen bis zu ca. 50 Metern auf.

Der bekannteste unter der Gattung der giftigen Kraken ist der Große Blaugeringelte Krake (Hapalochlaena lunulata), er wird wegen der deutlich abgesetzten leuchtenden, blauen und großen Ringe so genannt, die bei Gefahr auf seiner braunen Grundfärbung des Körpers erscheinen. Der Name bezieht sich nicht auf die Größe seines Körpers (Länge max. 55 mm ohne Arme).

Steckbrief Blaugeringelte Kraken
Systematik
– Stamm: Weichtiere (Mollusca)
– Klasse: Kopffüßer (Cephalopoda)
– Ordnung: Kraken (Octopoda)
– Familie: Echte Kraken (Octopodidae)
– Gattung: Blaugeringelte Kraken
– Wissenschaftlicher Name: Hapalochlaena
– es bilden sich aus der Gattung Kraken vier Arten heraus, in der Lebensweise und Körperform gehören sie zu den Kopffüßlern
– alle Arten besitzen das starke Nervengift Tetrodotoxin (TTX), dass bei einem Biss in sehr kurzer Zeit die Muskulatur lähmt und die Opfer an Atemlähmung sterben lässt
Fortpflanzung Blaugeringelte Kraken
– die Weibchen legen in ihrer gesamten Lebensphase nur ein einziges Mal Eier ab, die sie an geschützten Stellen ankleben oder sie werden tragend unter den Tentakeln ca. 50 Tage lang bewacht, die Jungen schlüpfen als fertige kleine Kraken
– gleich danach stirbt das Weibchen und das Männchen stirbt schon nach der Paarung

Foto: ccBlue Ring Octopus (Hapalochlaena lunulata) – Albert Sáiz Tezanos

Die Kegelschnecken

Die Kegelschnecke (Conus textile) eine gefährliche Art für Taucher.

Die Kegelschnecke (Conus textile) eine gefährliche Art für Taucher.

Die farbenfrohen Kegelschnecken sind für Sammler interessante Tiere. Eine große Anzahl der etwa 500 Arten der Schneckenfamilie kommen alleine schon in den Gewässern rund um Australien vor. Da manche Arten der Kegelschnecken extrem giftig sind, sollten Taucher und Strandspaziergänger den Tieren gegenüber Vorsicht walten lassen. Etwa 70 größere Arten, die Fische fressen, verfügen über ein sehr starkes Gift (z.B. Conus geographus, Conus textile und Conus magus), dass für Menschen tödlich sein kann.

Foto: ccConus textile trench – Jeff Milisen

Taipan

Der Taipan ist eher scheu und meidet den Menschen.

Der Taipan ist eher scheu und meidet den Menschen.

Keine Schlange der Welt ist giftiger als der Taipan (Oxyuranus scutellatus). Sollte kein Gegengift in der Nähe sein, kann der Tod eines gebissenen Opfers schon nach ca. 45 Minuten eintreten. Das injizierte Toxin ist ein Nervengift, dass das Muskelgewebe im Bereich des Bisses verflüssigt. Die Folge ist Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen, Kreislaufkollaps und endet mit einem qualvollen Erstickungstod des Opfers.

Foto: ccCoastal Taipan (Oxyuranus scutellatus) – Anders Zymni

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