Gibbons

Die tagaktiven Bewohner des Waldes sind mit ihren langen Armen und den weit unten angesetzten Daumen perfekt an der hangelnden Lebensweise angepasst.

Der Siamang ist die größte Art der Gibbons.

Die Baum bewohnenden Gibbons sind schwanzlose, akrobatische Primaten mit stark verlängerten Armen und Händen. Durch ihre kräftigen Vordergliedmaßen und Gewandtheit sind sie die flinksten Primaten überhaupt. Gibbons können sich wie im …

Fluge durch das Geäst der Wälder fortbewegen. Von schwankenden Lianen aus schwingen sich die Affen in die Luft und können in einem Satz eine Weite bis zu 12 Meter erreichen. Bei Sonnenaufgang lassen die Gibbons im diesigen Wald, ihren machtvollen und lang andauernden Gesang ertönen (daher auch der Name Brüllaffen). Mit ihren Lautäußerungen markieren sie ihr Territorium und begeben sich danach auf Nahrungssuche.

Gibbons Steckbrief
– die Gibbons (Hylobatidae), die in Südasien mit rund 16 Arten vorkommen, sind eine Schwestergruppe der “Großen Menschenaffen” ((Hominidae) und werden als “Kleine Menschenaffen” bezeichnet
– Größe Kopfrumpflänge von 45 bis 90 cm, Gewicht von ca. 4 kg bis 13 kg (die größte Gibbonart ist der Siamang)
– die Gibbons sind schwanzlos, vordere Gliedmaßen wesentlich länger als die hinteren
– die dichte Fellfarbe ist schwarz, grau oder braun
– sie haben kurze Schnauzen mit großen nach vorn gerichteten Augen
– Gibbons erreichen in der Wildnis ein Alter von ca. 25 Jahren
– Alle Gibbonarten sind auf der Roten Liste der IUCN aufgeführt

Weißhandgibbons spelen auf einen Baum.

Weißhandgibbons

Lebensweise Gibbons
– die Primaten sind tagaktive Waldbewohner, die mit ihren langen Armen und den weit unten angesetzten Daumen sich perfekt durch den Wald auch mit weiten Sätzen durchhangeln können
– wenn Gibbons sich an Land fortbewegen, geschieht das auf zwei Beinen wobei die Arme wegen der Balance hoch zur Luft ausgestreckt werden
– sie kommen in erster Linie in Regenwäldern vor und manchmal auch in Gebirgswäldern bis zu einer Höhe von 1800 Metern
– Gibbons leben monogam, ein Paar mit Nachwuchs lebt in einem Revier (zwischen 25 und 50 ha ), dass sie gegen Rivalen streng verteidigen
Vorkommen/Verbreitung Gibbons
– in tropischen und subtropischen Regenwäldern von Nordost Indien bis Indonesien und von Nordchina südlich bis nach Sumatra, Borneo und Java
Nahrung Gibbons
– sie ernähren sich von Blättern, Früchten, Knospen, Ameisen, Schnecken, meistens fressen sie reifes Obst
Fortpflanzung Gibbons
– das Weibchen bringt alle zwei bis drei Jahre ein Jungtier zur Welt (Zwillingsgeburten sind selten)
– das Junggeborene klammert sich zunächst am Bauch der Mutter, später beteiligt sich auch das Männchen an der Aufzucht
– die Entwöhnung der jungen Gibbons beginnt mit eineinhalb bis zwei Jahren
– die Geschlechtsreife wird mit acht bis neun Jahren erreicht

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1. Foto: ccSiamang – malfet_
2. Foto: ccWeißhandgibbon – Alois Staudacher