Gelbe Haarqualle (Cyanea capillata)

 

Gelbe Haarquallen leben in kleineren Schwärmen.

Gelbe Haarquallen leben in kleineren Schwärmen zusammen.

Die Gelbe Haarqualle wird meistens umgangssprachlich auch als „Feuerqualle“ bezeichnet. Diese Qualle hat lange Giftfäden, eine schwimmende Glocke mit einem Durchmesser bis zu ca. einem Meter. Die langen mit Nesselorganen besetzten Tentakeln hängen von der Glocke herab. Mit denen fängt und tötet das Tier kleine Organismen, die ihr als Nahrung dienen.

Gelbe Haarqualle taucht auch in der Nord- und Ostsee auf. Ihre Tentakeln können in Einzelfällen bis zu 36 Meter lange werden.

Gelbe Haarqualle taucht auch in der Nord- und Ostsee auf. Ihre Tentakeln können in Einzelfällen bis zu 36 Meter lange werden.

Bei Berührung mit den feinen Tentakeln der Gelben Haarqualle werden giftige Nesselkapseln ausgelöst. Die Haut reagiert mit allergischen Reaktionen mit Rötungen, Brennen oder Schwellungen. Die Verletzungen müssen medizinisch behandelt werden.

Ist die Feuerqualle gefährlich?

Auch Feuerquallen können gefährlich werden. Sie sind nicht so giftig wie die Würfelqualle oder Portugiesische Galeere. Eine Lebensgefahr besteht nur dann, wenn das Opfer gegen das Gift allergisch reagiert. Auch tote angespülte Feuerquallen z.B. am Strand von Mallorca sind noch gefährlich, die noch nesseln können. Schwimmende Menschen im Meer können bei Kontakt mit der Feuerqualle eine schmerzhafte Verbrennung bekommen. Ohne große Panik sollte man zum Strand zurück schwimmen. Die Symthome, die durch das Quallengift ausgelöst werden sind vielfältig. In der Regel ist das ein Brennen mit einem heftigen Juckreiz verbunden.

Was tun bei Verbrennung durch eine Feuerqualle?

Der Stich einer Feuerqualle kann Urlaubern den Badespaß rasch verderben. Die Feuerqualle kommt im Mittelmeer, in der Nordsee und auch in der Ostsee vor. Mit Erste-Hilfe-Maßnahmen kann die Verletzung gelindert werden. Auf keinen Fall sollte man die Verletzungen mit Alkohol oder Süßwasser reinigen. Bei überwachten Badestränden in den Urlaubsgebieten können die Bademeister die Verletzen helfen. Bei Beschwerden wie Schwindel, Übelkeit oder Atemnot, ist eine sofortige ärztliche Behandlung erforderlich.

Kleine Fische sind Opfer der Gelben Haarqualle geworden.

Kleine Fische sind Opfer der Gelben Haarqualle geworden.

Steckbrief Gelbe Haarqualle

Systematik

  • Stamm: Nesseltiere (Cnidaria)
  • Klasse: Schirmquallen (Scyphozoa)
  • Ordnung: Fahnenquallen (Semaeostomeae)
  • Familie: Cyaneidae
  • Gattung: Cyanea
  • Art: Gelbe Haarqualle
  • die Gelbe Haarqualle besitzt 70 bis 150 Randtentakel je Gruppe, die eine Länge von ca. 36 Meter erreichen können
  • die Qualle hat eine gelbe bis dunkelrote Färbung
  • Verbreitung: Nordsee, Ostsee, Atlantik, Pazifik
  • Nahrung: Ausschließlich von Zooplankton
Schädliche Käferarten: Steckbrief Kartoffelkäfer
 Katzenarten: Steckbrief Serval
Foto1+3 Gelbe Haarqualle: cc - Cyanea capillata - von Alexander Semenov
Foto2 cc - Cyanea capillata til venstre de to til høyre Metridium senile. Eller rød brennmanet og sjønellik - von NTNU, Faculty of Natural Sciences and Technology