Die großen Geierarten

Geierarten

Große Geierarten sind faszinierende Vögel – Foto Мартин Тасев

Prächtige Vögel sind auch die großen Geierarten, die die Berge vor allem der Iberischen Halbinsel, Griechenlands und des Balkans bewohnen. Obwohl sich Geier im allgemeinen nur von Tierkadavern ernähren, erbeutet der Bartgeier gelegentlich auch kleine Säugetiere und sogar Gämsen. Er ist ein weißköpfiger Greifvogel, dessen Unterseite im Flug golden schimmert. Der Bartgeier ist ein ausgesprochener Gebirgsvogel. Noch zwei große Geierarten nisten in einigen Gebirgen am Südrand Europas, das ist der Mönchsgeier und Gänsegeier.

Die Mönchsgeier legen ihren Horst auf Felsvorsprüngen und auch auf Bäumen an. Die Gänsegeier haben fast das gleiche Verbreitungsgebiet, dass sich jedoch ein wenig mehr nach Norden ausweitet. Die Greifvögel ziehen ihre Kreise hoch über den Pyrenäen, den Meeralpen und dem Nordbalkan sowie über den meisten Bergen, die auch die Mönchgeier bewohnen.

Sämtliche Geierarten bewähren sich als Gesundheitspolizisten

Der Schmutzgeier

Die Vögel verzehren Aas und Abfälle aller Art. Wird ein größerer Tierkadaver ausgemacht, ist der Schmutzgeier darauf angewiesen, dass zuvor die größeren Geierarten diesen aufgerissen haben. Aber er kann dann nur fressen, wenn die anderen satt sind. Der Schmutzgeier ist in der Lage im afrikanischen Winterquatier Straußeneier mit Steinwürfen zu öffnen.

Bartgeier und Gänsegeier

Der Bartgeier spürt im hohen Gleitflug sowie im niedrigen Suchflug Nahrung auf. Außer das der Bartgeier Fleisch verzehrt, kann er auch Knochen zerkleinern, um diese zu verspeisen. Mit größeren Knochenstücke fliegt er hoch in die Lüfte und lässt sie fallen, die dann auf Felssteinen zerplittern.

Die Gänsegeier können fast ohne Flügelschläge fliegen, die aber erst nach dem Sonnenaufgang starten. Die Geier nutzen zum Aufsteigen die thermischen Aufwinde. Die Greifvögel suchen in riesigen Gebieten nach Tierkadavern. Sie können noch aus bis zu einer 3000 Meter Flughöhe Beute erspähen.