Gebirgstiere und welche die steilen Hänge bewohnen

Gebirgstiere

Gebirgstiere: Die Hänge und Felsklippen oberhalb der Waldgrenze ist das Reich der Gämse.

Arten Gebirgstiere, die in den vertikalen Lebensräumen vorkommen und überleben

Die Zusammendrängung der Lebenszonen in Gebirgen ist eine Herausforderung für verschiedene Tierarten. Wenn z.B. im Himalaja zu Beginn des Winters die Vegetation an der Walsgrenze als Lieferant für Futter ausfällt, steigen die Schraubenziegen in die Täler hinab. Dann dient den Ziegen die winterharten Steineichen als Nahrung zum Überleben. Die scharf voneinander abgesetzten Höhenstufen der Berge gestattet Gebirgstiere, wie den Gämsen, die Winterkälte zu entgehen. Die Tiere wandern einfach ein paar hundert Meter bergab. Das Weißschwanz-Schneehuhn der Rocky Mountains wechselt von der Tundra zur Waldgrenze über. Dort findet es Nahrung und Schutz vor den Winterstürmen.

Die Waldgrenze ist eine Trennungslinie zwischen zwei sehr unterschiedlichen Lebensgemeinschaften. Hier treffen Pflanzen und Tiere des Waldgürtels und der alpinen Höhenstufen aufeinander. Dort werden Gebirgstiere aus beiden Zonen angezogen, weil eine reiche Fauna vorhanden ist. Große Wildtiere sind in vielen mittelhohen Gebirgen bis hinauf zu den Gipfeln verbreitet. Kleine Lebewesen dagegen halten sich in schwindelerregenden Höhen auf. Selbst auf dem Mount Everest in Höhen von 6500 m leben Spinnen und Springschwänze (Collembola) in den vereisten Schneemassen. Selbst flugfähige Vögel nisten hoch oben auf den Gipfeln.

Im allgemeinen nehmen jedoch die Artenfülle und Zahl der Tiere mit der Höhe ab. Die Lebewesen, die im Gebirge um die Besetzung der ökologischen Nischen kämpfen, werden weniger, je stärker die Temperaturen absinken. Vor allem wird das Nahrungsangebot immer geringer. Zahlreiche Gebigstiere, das gilt insbesondere für Säuger, gehören denselben Tierarten an, die auch das umliegende Flachland bewohnen. Verschiedene Säugetiere, z.B. Rotwild, Braunbären und Wölfe, steigen regelmäßig bis zur Waldgrenze auf oder etwa in die Nähe dieser Grenze. Manche wandern in der warmen Jahreszeit bergauf und ziehen bei Anbruch des Winters wieder in die Täler.

Foto: Von Cristian Grecu