Gazellen sind alle schnelle und ausdauernde Läufer

Gazellen

Gazellen leben in Savannen oder Wüsten. – Foto: Arne Smith

Die bekannteste und artenreichste Gattung der Antilopinae sind die Gazellen. Sie sind leichte und zierliche Tiere mit leierförmigen und geringelten Hörnern. Die horntragenden Gazellen bewohnen die Steppen Afrikas und Asiens. Am besten und längsten bekannt ist die Mongolische Gazelle (Procapra gutturosa), die die Steppen zwischen China und Tibet sowie Ostsibirien bewohnt. An der Küste des Roten Meeres lebt die damhirschgroße Sömmerringgazelle (Nanger soemmerringii), die durch einen schwarzen Nasenrücken und eine schwarze Schwanzspitze sich von der schlanken Damagazelle (Nanger dama) unterscheidet.

Grant-Gazelle

Grant-Gazelle – Foto: Peter Steward – CC BY-NC 2.0

Die ostafrikanischen Steppen vom Rudolfsee bis Ugogo werden von der 95 cm hohen Grant-Gazelle (Nanger granti) besiedelt. Die Oberseite des enganliegenden Felles und Außenseite der Gliedmaßen sind gelbbraun gefärbt. Die Unterseite, die Flanken, die Innenseite der Gliedmaßen und ein großer Spiegel bleiben dagegen weiß. Die Gazellen tragen bis zu 75 cm lange Hörner. Die Dorkasgazelle (Gazella dorcas), etwas kleiner als unser Reh, lebt in den Wüsten– und Steppengebieten Nordafrikas und Südwestasiens bis Syrien.

Thomson-Gazellen ernähren sich überwiegend von Gräsern

Thomsongazellen – Foto: cc – Von .waldec

Die Thomsongazelle ist in den ostafrikanischen Staaten Kenia und Tansania verbreitet. Sie gehört zu den häufigsten und bekanntesten Vertreter der Gazellen. Die Männchen sind im Durchschnitt größer als die Weibchen. Thomsongazellen bevorzugen offene Savannen und meiden dichtes Gebüsch. Die Gazellen haben viele Feinde, wie Geparde, Löwen, Leoparden und Wildhunde. Eine Verteidigungsstrategie in der Savanne ist das Leben in großen Herden. Die vielen wachsamen Augen der Tiere bedeutet weniger Zeit darauf verwenden, sich nach den Raubtieren umzusehen.

Springböcke schließen sich bei Wanderungen zu riesigen Herden zusammen

Springböcke

Springböcke – Foto: Derek Keats – CC BY 2.0

Große Ähnlichkeit mit den Gazellen haben die Springböcke (Antidorcas), die durch eine sehr langen Haaren ausgekleidete Falte längs des Rückens gekennzeichnet sind. Ihr Vertreter der Springbock (Antidorcas marsupialis), erreicht eine Länge von 1,5 Meter und 85 cm Schulterhöhe. Die Tiere vergesellschaften sich oft mit Straußen, Gnus und Antilopen in Südafrika südlich der Sambesi. Wie sein Name schon andeutet, macht er auf der Flucht oft meterhohe Sprünge. Dabei öffnet sich die Rückenfalte, so dass die 20 bis 25 cm langen Haare herausstehen und das Bild des Springbocks verändern. – In der Kalmückensteppe kommt die Saiga-Antilope (Saiga tatarica) vor, ein plumpes Tier mit dickem, gedrungenem Leib und schlanken, kurzen Läufen. Die mächtig aufgeworfene Nase ist rüsselförmig erweitert. Der Bock trägt weit auseinanderstehende, leierförmig gebogene Hörner.