Frösche und Kröten leben in unterschiedlichen Lebensräumen

Frösche

Farbliche Frösche sind faszinierend und einige sind giftig.

Kröten- und Froscharten

Es gibt etwa 6000 Froscharten auf der Welt, die alle keinen Schwanz haben, außer im Larvenstadium. Das Quaken der Frösche wird mit Hilfe eines aufblasbaren Kehlsacks produziert. Farbfrösche leben in den Regenwäldern Süd- und Mittelamerikas und werden 1 bis 5 Zentimeter groß. Auf der ganzen Welt gehen die Bestände der Frösche zurück. Umweltverschmutzung durch Pestizide, Saurer Regen, Viruskrankheiten und Klimaveränderungen sind mögliche Gründe.

Hinweis: Der Unterschied Kröte Frosch

Froscharten

Der Grasfrosch ist unser heimischer Braunfrosch

Außerhalb der Paarungszeit lebt der Grasfrosch an Land in feuchten Verstecken. Der Frosch wandert von Mitte Februar bis April zu seinen Laichplätzen. Ähnlich wie auch die Erdkröte sucht auch der Grasfrosch zur Fortpflanzung wieder das Gewässer auf, wo er zur Welt gekommen ist. Obwohl er vielerorts noch häufig vorkommt, ist es aber gerade bei dieser Amphibienart zu starken Bestandsrückgängen gekommen. Der Grasfrosch ist besonders durch Zerstörung von Lebensräumen gefährdet.

Frösche im Teich

Der Teichfrosch vermehrt sich leicht im Gartenteich, wo er sich dann von Nacktschnecken und Insektenarten ernährt. Der bodenlebende halbaquatische Teichfrosch hat zwischen den Zehen an den muskolösen Hinterläufen Schwimmhäute. Dank derer kann er gut springen und schwimmen. In Ost- und Mitteleurpa ist der Frosch flächendeckend verbreitet. Der Wasserfrosch ist bei uns eine Amphibie, die in großer Zahl in vielen Gewässern vorkommt.

Frösche die giftig sind

Manche knallbunten Giftfrösche können sogar einen Menschen töten. Einer davon ist der Schreckliche Pfeilgiftfrosch (Phyllobates terribilis), der bis zu 5 cm lang wird. Das sehr giftige Tier kommt nur in einem kleinen Areal um den Fluss Rio Saija nahe der Pazifikküste Kolumbiens vor. Der Giftfrosch trägt ein Toxin in sich, das 200 Mal wirkungsvoller ist als Morphium. Das kann ein tödlicher Happen für einen potenziellen Fressfeind werden. Eingeborere Völker Kolumbiens und Panamas nutzen das giftige Hautsekret der Frösche als Pfeilgift.

Der Laubfrosch kommt in großen Teilen Europas vor

Der Laubfrosch kann im Gegensatz zu unseren heimischen Amphibien gut klettern. Für diese Gabe sind beim Tier an den Zehen kleine Haftschalen ausgebildet, die ein klebriges Sekret absondern. Oft sitzt der Frosch auf Büschen, Hecken und Bäumen und jagt dort Insekten und Spinnen. Er sonnt sich auch gerne. Im Vergleich zu anderen Amphibien ist seine Haut gegen starke Sonnenbestrahlung unempfindlich. In Deutschland wird leider der Laubfrosch zunehmend seltener durch Gewässerzerstörung, Verschmutzung und Lebensraumverluste.

Der Moorfrosch ist eine kleine Froschart

Auf dem ersten Blick kann man den Moorfrosch mit dem Grasfrosch verwechseln. Da, wo noch ein hoher Grundwasserstand besteht, ist auch der Moorfrosch zu finden. Sein Lebensraum sind Moore, Nass- und Feuchtwiesen. Diese Lebensräume werden leider im westlichen Mitteleuropa immer seltener. Der Moorfrosch hat ein besonderes Paarungsverhalten, dann nämlich verfärbt sich das Männchen in einer violetten bis hellblauer Farbe. In Deutschland wird Frosch auf der roten Liste geführt.

Der Waldfrosch trotzt harte Winterzeiten

Der nordamerikanische Waldfrosch, wird auch Eisfrosch genannt. In der kalten Winterzeit verfällt der Waldfrosch im Winter in eine Kältestarre. Dabei wird gut ein Drittel seines Körpers in der Starre eingefroren und es werden unter der Haut Eiskristalle gebildet. Rund bis zu etwa 40% des Körpers werden eingefroren. Die Atmung, der Herzschlag und auch der Blutfluss kommen während der Winterstarre nahezu zum Erliegen. Im Frühling sobald es wärmer wird, tauen die Frösche auf und erlangen die volle Lebenskraft wieder.

Die Krötenarten

Die Erdkröte ist ein relativ plumpes Tier

Die Erdkröte kommt in Europa häufig vor und fast auch auf dem gesamten Kontinent. Die Kröte beendet sehr früh ihre Winterruhe und begibt sich zu ihr Laichgewässer. Das kann auch schon Ende Februar geschehen. Zuerst finden sich die unverpaarten Männchen an den Gewässern ein und denen folgen oft auch schon verpaarte Weibchen. Die Weibchen verlassen recht zeitig das Laichgewässer. Die Männchen dagegen halten sich noch ein bis zwei Wochen im Wasser auf.

Die Kreuzkröte ist kleiner als eine Erdkröte

Die Kreuzkröte ist eine Verwandte der Erdkröte, die eine Körperlänge von 5 bis 7 cm aufweist. Sie ist unsere kleinste einheimische „echte“ Krötenart. Die Kröte kann sehr flink über den Boden krabbeln, ähnlich wie eine Maus. Auf Beutefang begibt sich das Tier vorwiegend in der Nacht. Die Kreuzkröte ist an dem charakteristisch gelben Rückenstreifen gut zu erkennen. Sie legt ihre Laichschnüre an sehr flachen Stellen am Gewässergrund ab. Die Entwicklung vom Ei bis zur Kaulquappe dauert je nach Wassertemperatur 4 bis 12 Wochen.

Foto: Von Melissa MB Wilkins – CC BY-NC 2.0