Flussuferläufer ist ein Bewohner an Seen und Flüssen

Flussuferläufer

Der Flussuferläufer fällt durch sein ständiges Schwanzwippen am Boden auf.

Die Biotopansprüche der Flussuferläufer sind stets offene Wasserflächen. Die Brutbestände der Wasservögel sind in Mitteleuropa stark dezimiert. An unseren Strömen kann man den kleinen Flussuferläufer nicht sehr häufig beobachten. Man kann den flinken Watvogel besonders beim Auffliegen an seinen helllen Ruf  „hii-dii-dii-dii-dii“ gut identifizieren. Sein auffälliges Kennzeichen ist sein ruckartiges, steifgliedrig wirkender Flügelschlag. Landet der starengroße Vogel, so ist das typische Wippen mit dem gesamten Hinterkörper ein weiteres unverkennbares Merkmal.

Sein Lebensraum sind Schotter- und Sandbänke an Flüssen bedeckt von niedriger und lockerer Vegetation. Die Nahrung wird an den Überschwemmungszonen der Ufer gesucht. Dabei stochert der Schnepfenvogel nicht, wie viele seiner Verwandten, mit dem Schnabel im Boden, sondern er liest seine Beute vom Boden oder von Pflanzen auf. Er ernährt sich von vielerlei Insekten sowie von Wasserspinnen, Krebsen und Schnecken.

Steckbrief Flussuferläufer

Systematik

  • Klasse: Vögel (Aves)
  • Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
  • Ordnung: Regenpfeiferartige (Charadriiformes)
  • Familie: Schnepfenvögel (Scolopacidae)
  • Gattung: Uferläufer (Actitis)
  • Art: Flussuferläufer
  • Wissenschaftlicher Name: Actitis hypoleucos
  • Größe: Von 19 bis 21 cm, Gewicht 33 bis 95 Gramm.
  • Das Gefieder des kleinen Watvogels ist an der Oberseite graubraun, an der Unterseite weißlich gefärbt. Der Kopf und die Brust sind olivbraun mit dunklen Strichen. Im Flug ist der weiße Flügelstreif zu erkennen. Der Schnabel ist gerade und beide Geschlechter gleichen sich im Gefieder.
  • Verbreitung: Flussuferläufer sind Teilzieher, die in der nördlichen und gemäßigten Zone Eurasiens beheimatet sind. Sie überwintern im äußersten Westen Europas, im Mittelmeerraum sowie in Afrika südlich der Sahara und in Südostasien.
  • Fortpflanzung: Das Weibchen legt Ende April bis Juni vier braungefleckte, cremfarbene Eier in eine flache Schottermulde. Beide Elternteile bebrüten das Gelege. Nach 21 bis 22 Tage schlüpfen die Küken aus und sind gleich Nestflüchter. Nach weiteren 22 bis 28 Tagen können sie fliegen.

Foto: Von Frans Vandewalle – CC BY-NC 2.0.