Der Flussregenpfeifer ist von menschlicher Hilfe abhängig

Flussregenpfeifer

Flussregenpfeifer

Zur Brutzeit kann man den lerchengroßen Flussregenpfeifer am Rande eines Sees schnell dahin laufen sehen. Männchen und Weibchen sind im Brutkleid an dem weißen Halsring, dem breiten schwarzen Kropfband, der hellbraunen Oberseite und weißen Unterseite zu erkennen. Die Lebensräume der Vögel waren flache Ufer an unverbauten Flüssen. Heute besiedeln sie nur noch geschaffene Ersatzbiotope, die von Menschen angelegt wurden. Das sind vegetationsfreie Kiesflächen oder Rohböden in Wassernähe, die von den Flussregenpfeifern gerne angenommen werden.

Vom größeren und ähnlichen Sandregenpfeifer, der hauptsächlich an den Küsten brütet, unterscheidet sich der Sandregenpfeifer durch das Fehlen der weißen Flügelbinde in allen Kleidern. Die Stirn ist weiß, der Hinterkopf graubraun und gegen das Schwarz des übrigen Kopfes durch einen schmalen weißen Saum abgesetzt.

Sandregenpfeifer

Sandregenpfeifer

Verbreitung

Der Flussregenpfeifer brütet in fast ganz Europa und in großen Teilen Asiens sowie Nordwestafrika. In Mitteleuropa ist der Vogel an allen ihm zusagenden Plätzen zu finden, nur an der Küste wird man ihn zur Brutzeit vergeblich suchen. Er bewohnt Sand- und Schutterbänke in Flüssen und Seen, sandige Teichufer und vorübergehend trockengelegende Teiche.

Wanderungen

Der Flussregenpfeifer überwintert im Mittelmeergebiet und in Afrika südwärts bis zum Äquator. Mitte April erscheint er in Deutschland an seinen Brutplätzen, um in August/September wieder abzuziehen.

Steckbrief Flussregenpfeifer

Systematik

  • Klasse: Vögel (Aves)
  • Ordnung: Regenpfeiferartige (Charadriiformes)
  • Familie: Regenpfeifer (Charadriidae)
  • Gattung: Charadrius
  • Art: Flussregenpfeifer
  • Wissenschaftlicher Name: Charadrius dubius
  • Größe: Der Vogel ist 14 bis 16 cm groß und 30 bis 40 Gramm schwer.
  • Overseits ist der Vogel sandbraun, unterseits weiß gefärbt.
  • Ein weitere markantes Merkmal ist seine Kopffärbung: ein schwarzes Stirnband ist durch einen schmalen weißen Saum von einem braunen Scheitel getrennt.
  • Ruf Flussregenpfeifer: Man hört ein pfeifendes „diü“, bisweilen oftmals wiederholt, in der Erregung rufen sie „gigigig“.
  • Feinde der Vögel: Das ist der Marderhund, Möwen, Rabenvögel, das Hermelin und der Fuchs.

Fortpfanzung Flussregenpfeifer

  • Das Nest ist eine flache Mulde am Boden und wird mit Bruchstücken von Muschelschalen, kleinen Steinen oder Pflanzenteilen ausgelegt.
  • Das Weibchen legt 4 kreiselförmige Eier ab, die auf sandfarbenem Grunde fein schwarzbraun gefleckt sind.
  • Die Eiablage erfolgt täglich, bisweilen auch alle zwei Tage.
  • Männchen und Weibchen lösen sich beim Brüten ab.
  • Die Brutdauer beträgt 24 bis 25 Tage.

1. Foto: Von Keith MurdockCC BY-NC 2.0
2. Foto: Von John BrownCC BY-NC-ND 2.0