Flugunfähige Vögel

Flugunfähige Vögel

Flugunfähige Vögel sind nicht wasserscheu.

Vögel verlieren ihre Flugunfähigkeit offenbar nur, wenn es keine oder nur wenige Feinde für sie gibt. Die Flugunfähigkeit in isolierten Lebensräumen hat sich so entwickelt, etwa auf abgelegenen Inseln, wo keine Raubtiere vorgekommen sind, oder bei sehr großen Vögeln. Flugunfähige Vögel, die sehr groß waren, konnten die heimischen Raubtiere nichts anhaben.

In den großen Entdeckungsreisen im 15. Jahrhundert wurden zahlreiche flugunfähige Vögel durch den Menschen ausgerottet. Der Dodo etwa, eine flugunfähige Riesentaube, überlebte nur bis 1680 auf der Insel Mauritius. Seeleute die auf Jagd gingen und eingeschleppte Schweine und Affen, die Eier der Riesentaube fraßen, waren für das Aussterben verantwortlich.

Flugunfähige Vögel in Australien, Neuseeland und Afrika

Der scheue Kiwi Vogel lebt in den tiefen Wäldern von Neuseeland, wo er mit seinen schlanken Schnabel nach Würmern und Maden sucht. Der flugunfähige und zottelige Vogel ist ein kugeliges Nationalsymbol Neuseelands. Während die Amerikaner den Weißkopfseeadler als Wappentier identifiziert haben, ist der Kiwi Vogel von den Menschen in Neuseeland zum Nationaltier auserkoren worden. Der seltene Kiwi ist der kleinste Laufvogel und kommt nur in Neuseeland vor. Der Kiwi ist eine bedrohte Vogelart, der zum Glück nicht mehr den Menschen als Nahrung dient.

Der Helmkasuar in Nordaustralien und Neuguinea verteidigt sich mit Tritte. Die scharfen und dolchartigen Sporen an den unteren Beinen können zur tödliche Waffe werden. Damit kann der gefährliche Vogel sogar einen Menschen töten. Der große Vogel hält sich gerne in der Nähe von menschlichen Wohnungen auf. Helmkasuare sollten immer mit genügend Abstand und unter großer Vorsicht beobachtet werden. Der gefährlichste Vogel der Welt ist vom Aussterben bedroht.

Der Afrikanische Strauß wird wegen seines Fleisches, seiner Federn und seiner Haut in Farmen gezüchtet. Der Laufvogel ernährt sich überwiegend vegetarisch. Seltener ernährt er sich von Heuschrecken, Insekten und kleinen Säugetieren. In der Steppe lebt der flugunfähige Großvogel im offenen Grasland mit wenigen Buschbewuchs und Bäumen. Der Afrikanische Strauß ist ein ausdauernder und schneller Läufer mit einer Geschwindigkeit bis zu 70 km/h. Strauße sind die einzigen Vögel mit nur zwei Zehen, was für schnelles Laufen besonders günstig ist. Die sehr starken Beinmuskeln und die kräftigen Klauen machen die Füße zu gefährlichen Waffen.

Foto von Wolfgang Hasselmann