Der Fächerfisch lebt im offenen Ozean

Fächerfisch

Der Fächerfisch lebt in Tiefen von 200 Metern bis zur Oberfläche.

Fächerfische sind so eindrucksvoll und furchteinflößend, wie wenige andere Hochseefische. Die Fische haben einen schlanken, langgestreckten Körper und tragen ein Schwert. Der Fächerfisch benutzt es, um seine Beute zu betäuben und zu töten. Manchmal dient es auch dazu, andere große Meerestiere, selbst Haie und Wale aufzuspießen. Der Fächerfisch (Istiophorus platypterus) wird auch Segelfisch genannt, der sogar den Boden eines Bootes durchbohren kann. So ein Vertreter aus der Familie ist der Atlantische Fächerfisch. Er besitzt eine stark vergrößerte kobaltblaue Rückenflosse und ein langes, schlankes Schwert. Seine durchschnittliche Länge beträgt etwa 2 Meter und ein Gewicht bis zu 60 kg. Der Fisch ist ein gewaltiger Räuber, der große Mengen von Kalmare, Kraken, Makrelen und sogar kleine Thunfische erbeutet.

Im Pazifik leben mehrere Fächerfischarten, deren größte der Blue Marlin (Makaira nigricans) ist, der auch im Atlantik vorkommt. Man hat einzelne Fische gefangen, die über 900 kg wogen, doch handelte es sich seltsamerweise bei den Exemplaren stets um Weibchen. Ein räuberischer Blue Marlin jagt den Thunfisch, Schwertfisch und Kalmare. In den warmen Gewässern des Indischen und Pazifischen Ozeans kommt der Schwarze Marlin (Makaira indica) vor. Der mächtige Fisch wird bis zu 4,50 Meter lang mit einem Gewicht von etwa 900 kg. Hin und wieder wandern Schwarze Marline um das Kap der Guten Hoffnung und dringen in den Südatlantik ein. Der Marlin ist auch in der Lage ohne davon Schäden zu nehmen, die hochgiftige Portugiesische Galeere samt ihren Fangfäden zu verschlingen.

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Foto: Von IIP Photo Archive – cc