Erdmännchen

Erdmännchen

Erdmännchen

Die Erdmännchen sind kleine Mangusten, die in trockenen, sandigen Ebenen im Süden von Afrika leben. Sie bilden gut strukturierte Gruppen von etwa 30 Tieren, die mit den in Afrika weit verbreiteten Mungo und der Zibetkatze verwandt sind. Gemeinsam jagen die kleinen Beutegreifer Insekten, Skorpione, Vögel, kleine Nager und manchmal Schlangen. Ein giftiger Skorpion wird in der Regel von drei Tieren angegriffen. Ein oder zwei Erdmännchen lenken das Tier ab, während ein drittes sich anschleicht und seinen Schwanz mit dem Giftstachel abbeißt. Anschließend wird das Beutetier gemeinsam verzehrt. In Teamarbeit vertreiben die possierlichen Raubtiere auch andere Räuber, die in ihre gemeinsamen Erdbaue eindringen wollen.

Halten die Tiere Ausschau nach Feinden, bildet ihr Schwanz die Stütze, wenn sie aufrecht stehen. Jagende Tiere stellen ihre Schwänze auf, so dass sich die einzelnen Mitglieder der Gruppe im Auge behalten und ihre Position in der Formation beibehalten können. Um andere Gruppen abzuschrecken, springen alle Tiere eines Rudels gleichzeitig auf und ab. Sie stoßen schrille Schreie aus und wirbeln eine große Staubwolke auf. Die Feinde sind verwirrt und lassen die eigene Gruppe größer erscheinen. Die Erdmännchen haben als Feind den Wildhund, Wildkatze, Greifvögel, wobei der Schakal ihr Hauptfeind unter den Wildhunden ist.

Erdmännchen Steckbrief

Systematik

  • Überordnung: Laurasiatheria
  • Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
  • Überfamilie: Katzenartige (Feloidea)
  • Familie: Mangusten (Herpestidae)
  • Gattung: Suricata
  • Art: Erdmännchen
  • Wissenschaftlicher Name der Art : Suricata suricatta
  • Die Tiere erreichen eine Größe von 25 bis 35 Zentimeter. Ihr Körperbau ist sehr schlank.
  • Erdmännchen Aussehen: Die Fellfarbe ist graubraun bis grauweiß, auf dem Rücken befinden sich 8 bis 10 Querstreifen. Das Gewicht der Tiere beträgt bis zu etwa 900 Gramm.
  • Verbreitung: Im Süden von Afrika leben die Tiere in den Savannen und Halbwüsten.

Fortpflanzung

  • Erdmännchen sind das ganze Jahr über fortpflanzungsfähig.
  • Die Tragzeit der Weibchen beträgt etwa 11 Wochen. Es werden 2 bis 4 Jungtiere geboren.
  • Mit 6 Wochen werden die Jungen an feste Nahrung gewöhnt. Die ganze Kolonie kümmert sich um Erziehung und Versorgung der Jungen, die mit einem Jahr ihre Geschlechtsreife erreichen.

Foto von Hugo Brightling