Entenvögel (Anatidae)

Die Mandarinente hat ein besonders farbenprächtiges Gefieder.

Die Mandarinente hat ein besonders farbenprächtiges Gefieder.

Hier stellen wir dreizehn Entenarten vor, die bei uns in Deutschland brüten. Die Wasservögel teilt man in Schwimmenten und Tauchenten ein; eine Schwimmente ist die Stockente, Krickente, Knäkente, Schnatterente, Pfeifente, Spießente und Löffelente. Eine

Eine Tauchente ist die Eisente, Eiderente, Tafelente, Moorente, Reiherente und Schellente.

Der Unterschied zwischen beiden Gruppen besteht darin, dass die so genannten Schwimmenten ihre Nahrung gründelnd auf dem Grund flacher Gewässer suchen. Die Ente steht auf dem Kopf und nur der Hinterleib ragt aus dem Wasser. Die Tauchenten können zwar auch schwimmen, nur das sie ihre Nahrung tauchend am Bodengrund absuchen.

Die Zehen der Enten sind durch Schwimmhäute miteinander verbunden, um die Oberfläche des Fußes zu vergrößern und ihn beim Schwimmen effizienter  zu machen. Die Zehen liegen eng zusammen, wenn sich der Fuß nach vorn bewegt und werden beim Stoßen nach hinten gespreizt. Die Schwimmhäute zwischen den Zehen von Enten und Schwänen sind nicht nur im Wasser sehr nützlich, an Land verhindern die breiten Füße das Einsinken in weichen Untergrund.

Enten, Gänse und Schwäne sind Schwimmvögel und werden in der Ordnung der Anseriformes zusammengefaßt. Sie gehörten zu den ersten Vögeln, die vor etwa 4 500 Jahren domestiziert wurden. Viele Enten wie die chinesische Mandarinente und Brautente aus Carolina entwickeln ein herrliches Balzgefieder und zwar vor allem die Männchen. Die Balz umfasst ausgedehnte Rituale, in denen die Federn zur Geltung gebracht werden. Die Paare, die sich auf diese Weise gebildet haben, bleiben während der gesamten Brutsaison zusammen. Die Eiderente lebt an den arktischen und subarktischen Küsten. Die Daunen ihrer Brust besitzen von allen natürlichen Materialien die beste Wärmeisolation und werden gesammelt, um damit Bettdecken zu füllen.

Entenvögel Steckbrief

Systematik

  • Stamm: Chordatiere (Chordata)
  • Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
  • Klasse: Vögel (Aves)
  • Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
  • Familie: Entenvögel
  • Wissenschaftlicher Name: Anatidae

Unsere heimischen Entenvögel

Bei unseren Entenarten sind Männchen und Weibchen recht verschieden gefärbt. Die Erpel tragen das Brautkleid, das wir hier als Prachtkleid bezeichnen fast das ganze Jahr über. Nur nach der Brutzeit im Sommer tragen die Erpel ein recht unscheinbares Ruhekleid. Die Vögel können dann leicht mit den Weibchen oder mit anderen Arten verwechselt werden. In den Sommerwochen erfolgt die Schwimmmauser, dabei werden bei Entenvögel alle Schwungfedern vermausert und sie sind dann eine zeitlang völlig flugunfähig. Das unscheinbare Sommerkleid trägt in dieser Zeit den Entenvögeln zum Schutz bei, die sich dann an versteckte Plätze zurückziehen.

Wie sich Vögel vor der Kälte schützen

Unsere Vögel im Winter haben ein Federkleid, dass sie vor die Kälte schützt. Zwischen den einzelnen Federn liegen Luftschichten, die als zusätzliche Wärmeisolatoren dienen. Diese Luftpolster schützen die Vogelkörper damit sie nicht auskühlen. Bei extremer Kälte plustern sich Vögel zusätzlich auf, die Luftschichten zwischen den Federn vergrößern sich und sind kälteabweisend. Federn von Wasservögeln werden gefettet und sind so wasserabweisend. Die Entenvögel haben eine spezielle Fettdrüse am Schwanz, die Bürzeldrüse. Die Enten verteilen mit dem Schnabel das Fett aus dieser Drüse und verteilen es in ihrem Federkleid.

Foto Mandarinente: ccenten – Jushe59