Eierlegende Säugetiere

Schnabeltier

Schnabeltier

Das Schnabeltier und der Ameisenigel sehen nicht ungewöhnlich aus, doch sie unterscheiden sich grundlegend von allen anderen Säugetieren. Die Tiere haben gewisse Merkmale mit den Reptilien gemeinsam, aus denen sie vor etwa 200 Millionen Jahren hervorgegangen sind. Das Schnabeltier und der Ameisenigel legt Eier von einer lederigen Schale umhüllt, die außerhalb des Mutterleibes bebrütet werden müssen. Sie weisen anatomische Eigentümlichkeiten auf, die an die Reptilien erinnern und ihre Fähigkeit, eine konstante Körpertemperatur aufrechtzuerhalten, ist nur unvollkommen entwickelt.

Zu den weiteren Merkmalen der Reptilien gehört der breitbeinige Gang und die Anlage des Fortpflanzungs- und Ausscheidungssystems sowie die Tatsache, dass beide Systeme in eine gemeinsame Körperöffnung der sogenannten Kloake münden. Die Säuger werden deshalb auch als Kloakentiere bezeichnet. Die eierlegende Säugetiere haben echte Säugermerkmale, eine Behaarung und primitive Milchdrüsen; die Anatomie des Gehirns und die Anordnung der Hauptarterie, die vom Herzen abführt, sowie der Bau des inneren Ohres.

Ameisenigel

Der Ameisenigel wird auch Schnabeligel genannt.

Die Schnabeltiere kommen in den Binnengewässern von Ostaustralien und Tasmanien vor. Von der Meereshöhe bis in Hochlagen von 2000 Metern und von kalten bis zu tropischen Breiten. Die Tiere sind ausgezeichnete Schwimmer, die zum Rudern ihre mit Schwimmhäuten versehenen Vorderfüße stärker benutzen als die Hinterbeine. Die vorderen Schwimmhäute stehen so weit vor, dass das Tier auf den Knöcheln geht, um eine Beschädigung der Häute durch die Zehenkrallen zu verhindern. Beide eierlegende Säugetiere, das Schnabeltier-Männchen und die Schnabeligel tragen am Hintergelenk einen Giftstachel. Beim Tauchen verschließen sich die Ohrlöcher des Schnabeltiers. Der bekannte Entenschnabel besteht aus einer biegsamen hornigen Substanz und eignet sich hervorragend dazu, Insekten, Krustentiere, Mollusken und anderes Getier am Bodengrund des Wassers aufzuspüren. Feinde der Schnabeltiere sind Riesenwarane, Rotfüchse, PythonsKrokodile und der Keilschwanzadler.

Fortpflanzung Schnabeltier

Vor der Eiablage gräbt das Weibchen dicht über dem Wasserspiegel einen langen gewundenen Tunnel mit einem Kessel, in dem es seine beiden Eier etwa zwei Wochen lang bebrütet. Die frisch geschlüpften Jungen sind nur 2 cm lang, die nackt und blind sind. Sie werden genauso wie die kleinen Schnabeligel nicht gesäugt, sondern sie lecken Milch von den Haaren der Milchdrüsenfläche am Bauch des Muttertieres ab.

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  1. Foto: Von Klaus – cc
    2. Foto: Andrew Harvey