Die Wiesenweihe (Circus pygargus)

Die weitgehende Zerstörung großer Feuchtgebiete seit den 1950er Jahren hat zu einem starken Bestandsrückgang der Wiesenweihe geführt, damit ist der Greifvogel auf die Rote Liste gefährdeter Tierarten gelistet worden und vom Aussterben bedroht.

Die Wiesenweihe hat Beute im Visier.

Die Wiesenweihe ist in weiten Teilen von Eurasien heimisch, die ihre Beute in Mooren, Grasfluren und Sumpfgebiete jagt. Besonders, wo Steppenlandschaften in Getreidefelder umgewandelt worden sind, haben sich viele …

Nagetiere angesiedelt und da kommt die Wiesenweihe zahlreich vor. Wiesenweihen gehören zur Familie der Habichtartigen (Accipitridae).

Die Wiesenweihe Steckbrief

  • Größe Körperlänge: ca. 39 bis 50 cm, so groß wie auch ein Bussard
  • die Wiesenweihe ist etwas kleiner und schlanker als eine Kornweihe, mit schmaleren , spitzeren Flügeln und gewandterem Flug, langer Schwanz, Spannweite 115 cm
  • Gefieder vom Männchen ist blaugrau, hat schwarze Flügelspitzen und schwarze Streifen auf den Flügeln
  • das Weibchen ist auf der Oberseite dunkelbraun mit einem leuchtenden weißen Bürzel
  • Gewicht Weibchen ca. 340 g, Gewicht Männchen ca. 280 g
  • Ruf/Stimme Wiesenweihe ist ein klägliches “kek-kek-keck”, schriller als das Gäckern einer Kornweihe

Lebensraum und Vorkommen Wiesenweihe

– die Greifvögel leben in Mooren, Sümpfen, in der Heide mit Baumgruppen oder Ackerland, nisten gesellig in feuchter Vegetation oder in trockener Heidelandschaft und in Kornfeldern
– die Wiesenweihe ist vom Aussterben bedroht und nur noch ca. 400 bis 450 Brutpaare leben in Deutschland
– Auf der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands wird die Wiesenweihe als „stark gefährdet“ klassifiziert

Nahrung der Wiesenweihe

– die Beute wird im offenen Gelände mit gaukelnden Flug aufgespürt, Mäuse, Kleinvögel, größere Insekten (z.B. Heuschrecken), junge Hasen und Kaninchen, Schlangen, Eidechsen, Fische und Frösche

Fortpflanzung Wiesenweihe

– die Greifvögel sind Bodenbrüter und das Nest liegt versteckt in trockenen Getreidefeldern, Wiesen, Schilfröhricht und niedrigen Gebüschen
– die Brutzeit beginnt ca. ab Ende Mai
– meistens werden 4 Eier abgelegt aber manchmal auch bis zehn Eier
– Brutdauer ca. 28 bis 35 Tage
– das Weibchen brütet alleine die Eier aus und wird vom Männchen mit Futter versorgt
– nach zweiwöchigen Hudern geht auch das Weibchen auf die Jagd
– nach ca. 32 bis 40 Tagen sind die Jungvögel flugfähig und die ganze Familie bleibt dann noch 2 bis 3 Wochen im Brutgebiet zusammen und fliegen dann anschließend zum Überwintern in die südliche Sahara
– die Jungen werden nach ca. 2 bis 3 Jahren geschlechtsreif

Feinde Wiesenweihe

Foto Wiesenweihe: cc - Weihe beim Jagen (2) - JeltoB