Die Sturmmöwe brütet auch an unserer Nord- und Ostsee

Sturmmöwe

Sturmmöwe

Die Sturmmöwe ist ein geselliger Vogel und nistet meist in der der Nähe von Gewässern in größeren Kolonien. Diese mittelgroße Möwenart ist vom Federkleid her der etwas größeren Silbermöwe ähnlich und etwas größer als eine Lachwöwe. Die Oberseite des Vogels ist hellgrau, die Unterseite weiß gefärbt. Die Flügelspitzen sind schwarz mit weißen Flecken. Der kurze Schnabel ebenso wie die Beine sind gelbgrün gefärbt. Im Winterkleid zeigen sich auf dem Kopf kurze dunkle Streifen. Beide Geschlechter unterscheiden sich im Gefieder nicht. Die Jungvögel sind ab dem dritten Jahr voll ausgefärbt. Der Speiseplan einer Sturmmöwe ist vielfältig. So werden kleine Fischchen, Insekten, Würmer, Schnecken, Abfälle von Menschen und auch Pflanzenteile vertilgt.

Steckbrief Sturmmöwe

Sturmmöwen

Systematik

  • Klasse: Vögel (Aves)
  • Ordnung: Regenpfeiferartige (Charadriiformes)
  • Familie: Laridae
  • Unterfamilie: Möwen (Larinae)
  • Gattung: Larus
  • Art: Sturmmöwe
  • Wissenschaftlicher Name: Larus canus
  • Größe Sturmmöwe: Eine Körperlänge von 40 bis 45 cm, Flügelspannweite von 110 bis 130 cm. Das Durchschnittsgewicht liegt bei 430 Gramm.
  • Verbreitung: Die Sturmmöwen bewohnen in vier Unterarten Eurasien und den Nordwesten Nordamerikas. In Europa ziehen sie ihre Jungen auf in folgenden Ländern: In Island, Großbritanien, Irland, an den Küsten von Nord- und Ostsee und in Russland. Oft überwintern die Möwen auch in der Umgebung ihrer Brutgebiete oder südlich davon bis nach Südeuropa.
  • Der Lebensraum von Sturmmöwen ist vorzugsweise an Meeresküsten, an Seen sowie in Sumpfgebieten.
  • Der Ruf einer Sturmmöwe ist ein hohes und kreischendes „ki-ärr“.

Fortpflanzung Sturmmöwe

  • Sturmmöwen bauen ihr Nest aus Pflanzen und Algen meist direkt am Boden.
  • Ab März bis in den Junit hinein legt das Weibchen für gewöhnlich drei olivbraune, schwärzlich oder rötlich braun gefleckte Eier ins Nest. Beide Altvögel lösen sich beim Brüten ab, wobei die Jungen nach 24 bis 27 Tage ausschlüpfen. Nach etwa 35 Tagen werden sie flügge. Es wird nur ein Brut im Jahr angelegt.
  1. Foto: Von Yoal Desurmont
  2. Foto: Phil Botha