Ringelnatter eine häufige Schlangenart in Deutschland

Paarungszeit der Ringelnattern.

Die heimische Ringelnatter (Natrix natrix) ist eine harmlose Schlange, die sehr weit verbreitet ist. Das Tier ist leicht an den beiden gelben Halbmonden im Nacken zu erkennen. Die Schlange kommt in

ganz Europa vor (außer von Irland und nördlich von Skandinavien). Die Schlange besiedelt offene bis halboffene Landschaften an denen Gewässer vorhanden sind. Die ungiftige Ringelnatter ist für Menschen völlig harmlos. Ergrift man die Schlange, beißt sie nicht, sondern scheidet eine stinkende Flüssigkeit aus oder zeigt den sogenannten Totstellreflex. Sie dreht sich auf den Rücken, wird ganz schlaff und lässt die Zunge aus dem weit geöffneten Maul hängen. Oft wirkt dieser Trick und schützt sie vor natürlichen Feinden wie dem Igel, Marder oder Graureiher, deren Jagdtrieb damit sinkt.

Steckbrief Ringelnatter

Systematik

  • Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
  • Überfamilie: Nattern- und Vipernartige (Colubroidea)
  • Familie: Nattern (Colubridae)
  • Unterfamilie: Wassernattern (Natricinae)
  • Gattung: Europäische Wassernattern (Natrix)
  • Art: Ringelnatter
  • Wissenschaftlicher Name: Natrix natrix
  • Am Hinterkopf haben die Ringelnattern zwei markante mondähnliche gelbe Nackenflecke.
  • Das Männchen in Deutschland erreicht eine Gesamtlänge von ca. 75 cm.
  • Die Weibchen von 85 bis 140 cm.
  • Die Färbung der Tiere ist von oliv bis stahlgrau.
  • Fortpflanzung: Die Paarung der Ringelnattern findet von März bis April statt.
  • Das Weibchen legt 5 bis zu 30 Eier in einem Kompost- oder Laubhaufen ab. Danach verlässt das Weibchen das Gelege. So ein Komposthaufen erzeugt Wärme, weil Pilze und Bakterien organische Abfälle wie Blätter abbauen. Nach etwa zwei Monaten schlüpfen die Jungen aus, die dann eine Länge von ca. 12 cm haben.

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Foto: cc Natrix natrix – mating – von Mircea Nita