Die Ohrenqualle ist ein harmloses Tier

Die Ohrenqualle ist in allen Ozeanen anzutreffen.

Die Ohrenqualle ist in allen Ozeanen anzutreffen.

Oft treten Ohrenquallen (Aurelia aurita)  in riesigen Scharen in der Nord- und Ostsee auf. Ihre Körper bestehen zu 95 Prozent aus Wasser. Quallen haben zahlreiche Fangarme und sind mit einer Unmenge von stets schussbereiten Nesselzellen versehen. Diese werden ….

zur Verteidigung als auch in erster Linie zum Fangen der Beute eingesetzt. Die Dehnbarkeit der Fangarme ist enorm, so vermag die Portugiesische Galeere ihre Fangarme auf wenige Zentimeter zusammenzuziehen, aber auch bis zu einer Länge zwischen fünfzehn bis zwanzig Metern auszustrecken.

Strahlantrieb zur Fortbewegung
Das Erstaunliche ist, dass die wirbellosen Geschöpfe, die kaum mehr sind als Wasser und ein bisschen Salz, sich zur Fortbewegung eines Mittels bedienen, das gewissermaßen die Grundform unserer modernsten Antriebstechnik darstellt, nämlich des Strahlantriebs. Durch abwechselndes Dehnen und Zusammenziehen des Schirmes bei gleichzeitigem Ausstoßen von Wasser, also durch Rückstoß, lässt sich die Qualle vorwärts treiben.

Wie schnell reisen Quallen? Sie sind vor allem Geschöpfe des Windes, der Gezeiten und Strömungen und haben nur eine geringe eigene Geschwindigkeit. Immerhin konnte festgestellt werden , dass eine winzige Qualle von kaum mehr als einem Zentimeter Durchmesser etwa dreißig Meter in der Stunde zurücklegte, also einen halben Meter pro Sekunde. Als Höchstgeschwindigkeit für Quallen sämtlicher Arten darf man wohl 15 cm je Sekunde angeben, dass sind neun Meter in der Minute.

Steckbrief Ohrenqualle
Wissenschaftlicher Name: Aurelia aurita
– Größe: die Ohrenqualle hat einen flach gewölbten Schirm (20 bis 30 cm groß),
vier braunrote ringförmige Geschlechtsorgane und vier gardinenartig hängende, bräunliche Mundarme, der Schirm ist weiß bis gelblich
– oft treten die Tiere in großen Schwärmen auf, dagegen tritt die Feuerqualle (Gelbe Haarqualle) in kleineren Schwärmen auf
– das Weibchen ist an einer gelblichen Zeichnung auf dem Schirm erkennbar
– durch abwechselndes Dehnen und Zusammenziehen des Schirmes bei gleichzeitigem Ausstoßens von Wasser, also durch Rückstoß, lässt sich die Ohrenqualle vorwärts treiben
– die Nahrung besteht aus zum großen Teil aus Plankton (auch Borstenwürmer, kleine Fische)
Fortpflanzung Ohrenqualle
– das Weibchen legt im Sommer Eier ab, die rosa gefärbt sind
– die Männchen schütten ihren Samen ins Wasser aus und befruchten die Eier
– die Eier werden in den mütterlichen Bruttaschen (gallerartigen Hautfalten) ausgebrütet, bis die ganz kleinen Larven sich im Wasser verteilen

Wasservögel: Prachtfregattvogel
 Weltberühmt: Löwin Elsa
Foto: cc - aurelia aurita-  von Joachim S. Müller

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