Die Kreuzotter ist in Europa weit verbreitet

Die Kreuzottern überwintern oft gesellig zusammen.

Die Kreuzottern überwintern oft gesellig zusammen.

Die Kreuzotter (Vipera berus) ist eine kleine bis mittelgroße Schlange. Sie ist leicht an der Zeichnung, die in zickzackform auf ihren Rücken verläuft, deutlich zu erkennen. Sie ist dieeinzige Giftschlange, die in Deutschland vorkommt. Das Tier ist tagaktiv und sucht am Morgen sowie am späten Nachmittag geeignete Plätze auf, um sich ausgiebig von der Sonne bescheinen zu lassen. Wird die Schlange gestört oder bedroht zieht sie sich in Verstecke zurück. Insbesondere im Gebirge finden sich schwarz gefärbte Kreuzottern, die auch Höllenottern genannt werden.

Kreuzotter Besonderheiten

Die Kreuzotter ist eine scheue Schlange, die es vorzieht vor einem Menschen immer die Flucht zu ergreifen. Ihr Gift hinterlässt bei einem Biss schmerzende Wunden oder einen allergischen Schock. Den allergischen Schock einmal unbrücksichtigt, bewegt man sich nicht in einem lebensgefährlichen Bereich. Ein Arzt sollte dennoch auf jeden Fall aufgesucht werden.

Ist der Biss einer Kreuzotter gefährlich?

Die Kreuzotter, Schlingnatter, Würfelnatter und Ringelnatter sind heimische Reptilien. Von den dreien ist nur die Kreuzotter giftig. Der Biss von der Schlange kann bei Menschen zu Kreislaufproblemen führen. Ein Arzt sollte aufgesucht werden, der bei Bedarf ein Gegengift spritzt. Es gibt wenige Vorfälle, dass eine Kreuzotter einen Menschen gebissen hat. Die Tiere sind sehr scheu und verkriechen sich bei Störungen sehr schnell. Die Schlangen benötigen einen Lebensraum mit guten Unterschlupfmöglichkeiten an Waldrändern oder in Bereichen von Hochmooren. Zur Nahrung der Giftschlange gehören Mäuse, Amphibien und andere Reptilien. Von Natur aus ist die Kreuzotter nicht aggressiv gegenüber Menschen. Nur wenn das Tier gereizt wird beißt es zu.

Die Kreuzotter ist eine stark gefährdete Tierart und steht unter Naturschutz.

Die Kreuzotter ist eine stark gefährdete Tierart und steht unter Naturschutz.

Steckbrief Kreuzotter

Systematik

  • Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
  • Überfamilie: Nattern- und Vipernartige (Colubroidea)
  • Familie: Vipern (Viperidae)
  • Unterfamilie: Echte Vipern (Viperinae)
  • Gattung: Echte Ottern (Vipera)
  • Art: Kreuzotter
  • Wissenschaftlicher Name: Vipera berus
  • Größe: Zwischen 55 bis 85 Zentimeter, Gewicht 100 bis 250 Gramm.
  • Die Grundfärbung ist grau oder silbrig.
  • Lebensraum: Das giftige Tier lebt in Moor- und Heidegebieten, an Waldrändern und auf Lichtungen. Auch auf Uferwiesen, Brachflächen, und auf Bergwiesen.
  • Vorkommen: In Europa kommen Kreuzottern in Skandinavien, Großbritannien, Tschechien, Polen, Ungarn, Kroatien und Serbien vor. In den Alpen von Österreich und der Schweiz in den Höhen bis zu 3000 Metern.
  • Nahrung: Kleinsäuger, Eidechsen, Frösche
  • Feinde: Mäusebussard, Rohrweihe, Storch, Schlangenadler, Iltis, Dachs, Wildschweine.

Fortpflanzung

  • Ende August bis Anfang Oktober werden 5 bis 15 Jungtiere lebend geboren.
  • Die Eier reifen im Mutterleib heran.
  • Die Jungen erreichen die Geschlechtsreife mit 3 bis 4 Jahren.

Eulenarten: Der Uhu
Wasservögel: Kormoran

 Fotos: cc - Dance of the Adders (3) - von Peter Trimming