Die Gebirgsstelze

Gebirgsstelze

Gebirgsstelzen sind agile Vögel, die stelten still stehen.

Die Gebirgsstelze ist eine Singvogelart aus der Familie der Pieper- und Stelzenvögel. In jeder Jahreszeit ist der Vogel von allen anderen gelbbrüstigen Stelzen zu unterscheiden. Sie hat einen sehr langen, schwarzen Schwanz mit auffallenden weißen äußeren Steuerfedern. Die Oberseite des Gefieders ist blaugrau und die Unterschwanzdecken sind gelb. Die Brust der Gebirgsstelze ist im Sommer leuchtend gelb, im Winter gelbbräunlich und der Bürzel grünlich gelb. Das Männchen hat einen weißen Überaugenstreif und einen auffallenden weißen Streif vom Schnabel unter die graue Wange. Das Kinn und die Kehle ist im Sommer schwarz, im Winter weißlich. Das Gebirgsstelzen-Weibchen ist oben grünlich getönt, im Sommer und Winter mit weißlicher Kehle. Auf den ersten Blick kann die Gebirgsstelze mit der Schafstelze verwechselt werden. Sie ist die größte unter den einheimischen Stelzenvögeln.

Gebirgsstelze Steckbrief

Systematik

  • Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
  • Unterordnung: Singvögel (Passeri)
  • Familie: Stelzen und Pieper (Motacillidae)
  • Gattung: Stelzen (Motacilla)
  • Art: Gebirgsstelze
  • Wissenschaftlicher Name: Motacilla cinerea
  • Größe: Die Körperlänge beträgt 17 bis 20 Zentimeter. Gewicht Männchen und Weibchen von 15 bis 23 Gramm.
  • Gebirgsstelze Gesang: Der Lockruf ist metallischer als bei der Bachstelze und der Gesang wechselreicher. Bei Alarm stößt der Singvogel ein schrilles „sihiht“ oder „sis-iht“ aus. Typisch der Gebirgsstelzen ist das fast ständige wippen mit dem Schwanz. Die Vögel können ein Alter bis zu 6 Jahren erreichen.
  • Vorkommen: An seichten Ufern von Flüssen, Stauwehren und Bächen im Berg- und Hügelland (auch im Tiefland).
  • Verbreitung: Europa bis Skandinavien, Nordrussland, Kleinasien, Nordchina und Japan. Die Teilzieher überwintern auch in West- und Mitteleuropa.
  • Nahrung: Krebstiere, Insekten, Käfer, kleinen Würmern und Spinnen. Schwimmende Insekten auf der Wasseroberfläche werden auch aus dem Flug aufgenommen.

Fortpflanzung Gebirgsstelze

  • Die Brutzeit der Vögel ist von Ende März bis Juni, meist werden zwei Jahresbruten gesetzt.
  • Das Nest wird zwischen Felsnischen, unter Brücken und Baumwurzeln in einer Mulde dicht an Gewässern nur vom Weibchen gebaut.
  • Das Weibchen legt 4 bis 6 in das Nest.
  • Die Brutdauer beträgt 13 bis 14 Tage. Die Nestlingszeit dauert bis zu 16 Tage.
  • Mit etwa 14 Tage werden die Jungvögel flügge.

Foto von Yavuz Korkmaz – cc