Die Feldflur ein Lebensraum für heimische Tierarten

Tiere in der Feldflur

Tiere in der Feldflur

Unsere gestaltete Feldflur bewirkt zugleich den Zuzug vieler Tierarten. Die Tiere finden in den Fluren ein vielseitiges Nahrungsangebot mit passenden Unterschlupf vor. Das Rebhuhn, erstmals vor allem in den Natursteppen des Ostens zu Hause, siedelte sich in großer Zahl an. Ebenso die Wachtel, die unser kleinstes Feldhuhn ist. Meister Lampe, der Feldhase fand mit der Landwirtschaft ein ganzjähriges Nahrungsangebot vor. Aus der schwindenden Natursteppe wanderten Hamster, Ziesel und Feldlerche in die Kultursteppe und ebenso Europas Riesenvogel, die Großtrappe. Die Feldraine waren besetzt mit einer Fülle von Blütenpfllanzen, die von verschiedenen Schmetterlingen und anderen Großinsekten besucht wurden. Es gab in den Hecken und Feldgehölzen eine große Zahl insektenfressender Singvögel, wie die Grasmücke und Neuntöter. Und überall befanden sich Tümpel mit einer reichen Fauna und Flora.

Rehkitz

Rehkitz

Doch dann vollzog sich in wenigen Jahrzehnten ein gewaltiger Wandel. Aus der vielgestaltigen naturnahen Feldflur wurde eine eintönige Produktionslandschaft. Das führte dazu, dass die meisten Pflanzen– und Tierarten verdrängt wurden. Heute ist damit zu rechnen, dass die Landschaft künftig mit Dünger und Pestiziden viel vorsichtiger umgehen muss. In einer Zeit des Überangebots landwirtschaftlicher Produkte sollte auch eine weitere Subventionierun der Erträge von Grenzvertragsböden überdacht werden. Viele dieser unrentablen landwirtschaftlichen Nutzflächen würden sich hervorragend als Erholungslandschaften für Menschen und Tiere eignen. Dies ist für die Zukunft eine große Aufgabe für den gestalteten Naturschutz.

  1. Foto: Tony Morris – CC BY-NC 2.0
  2. Von Vincent van Zalinge