Die Eisente

Eisente

Eisenten sind Spezialisten im Tieftauchen.

Die Eisente ist die kleinste unter den Tauchenten, die in der Größe einer Schellente gleicht. Der Erpel ist in seinem kontrastreichen Prachtkleid mit keiner anderen Entenart zu verwechseln. Sein Gefieder ist in Schwarzbraun und Weiß gehalten. Der Schnabel ist schwarz, an der Spitze bis an den „Nagel“ orangerot. Auffallend sind bei den Männchen im Pracht- und Sommerkleid die langen Schwanzfedern, die beim Schwimmen schräg nach oben getragen werden. Der Kopf- und die Halsseiten sind graubraun, ein breites schwarzbraunes Brustband schließt auf dem Rücken zusammen und setzt sich hier bis zum Schwanz hin fort. Ebenso sind die Flügel, die keine Spiegel aufweisen, einfarbig dunkelbraun. Das übrige Gefieder ist weiß. Im Sommerkleid sind die Männchen bis auf den weißen Bauch, die weißlichen Flanken und die bräunlichweißen Zügel überwiegend schwarzbraun. Auf dem Rücken weisen die Federn breite rostbraune Säume auf.

Das Weibchen ist überwiegend dunkelbraun, nur der Kopf- und Halsseiten mit Ausnahme des dunklen Wangenfleckes und der Bauch sind weiß. Das Jugendkleid ähnelt dem des erwachsenen Weibchens, nur sind die Federn stark mit bräunlichen Federn untermischt.

Eisente Steckbrief

Systematik

  • Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
  • Familie: Entenvögel (Anatidae)
  • Unterfamilie: Anatinae
  • Tribus: Meerenten und Säger (Mergini)
  • Gattung: Clangula
  • Art: Eisente
  • Wissenschaftlicher Name der Art: Clangula hyemalis
  • Größe Eisente: Das Männchen misst 53 cm einschließlich der langen, spitzen Schwanzfedern, das Weibchen 41 cm. Die einzige andere langschwänzige Ente ist die größere, dunkelköpfige Spießente, die aber eine an der Küste und im Binnenland vorkommende Schwimmente ist.
  • Gewicht Männchen 950 Gramm, Weibchen 850 Gramm, Flügelspannweite 78 cm.
  • Eisente Ruf: Klangvolle ein- bis dreisilbige Rufe, die wie „aa“ oder „au“ klingen. Das Männchen ruft auch im Winter „aa aulick a a aulick“.
  • Verbreitung: Die Eisenten leben im hohen Norden der Tundra bis hin zum Packeisgürtel. In Europa auf Island, der Bäreninsel, Spitzbergen, Nordskandinavien, Nordfinnland und in der Sowjetunion von der Kola-Halbinsel ostwärts bis Kamtschatka. In Amerika von den Aleuten und Alaska bis Labrador und Grönland.
  • Feinde: Riesenseeadler, Seeadler, Rotfuchs, Polarfuchs, Raubmöwen und die Vogelgrippe.
    Nahrung: Eisenten tauchen in der Regel nach Futter in den Wassertiefen von 3 bis 10 Metern. Sie sind in Lage direkt aus dem Flug heraus zu tauchen und können eine Wassertiefe bis zu 60 Meter erreichen. Sie erbeuten Fische, Schalentiere, Larven und Weichtiere.

Fortpflanzung Eisente

  • Die Meerenten brüten von Mai bis Juli, eine Jahresbrut.
  • Das Weibchen legt 5 bis 9 länglich ovale Eier in das Nest.
  • Die Brutdauer beträgt etwa 25 Tage. Die Küken sind Nestflüchter.
  • Foto von Ron Knight – cc