Die Beutelmeise (Remiz pendulinus)

Die Beutelmeise ist wesentlich kleiner als ein Sperling und sieht den Neuntöter ähnlich. Das sicherste Kennzeichen für die Erwachsenen Vögel ist der schwarze Augenstreif, der sich von der Stirn bis hinter die Augen erstreckt. Der Singvogel gehört …

zur Familie der Beutelmeisen (Remizidae), die noch durch mehrere Unterarten vertreten sind.

Steckbrief Beutelmeise
– Größe Beutelmeise ca. 10 bis 12 cm und  so groß wie eine Blaumeise, Gewicht bis zu 20 g
– Flügellänge ca. 60 mm, grauer Kopf mit schwarzer Maske, rostfarbener Rücken
– Ruf/Stimme Beutelmeise ein „siüh“ oder „siiüü“, dass man oft am Brutplatz hört
– die Beutelmeise ist in Mitteleuropa von April bis Oktober ein Brutvogel, die als Kurzstreckenzieher im Winter das Mittelmeergebiet aufsucht
– die Beutelmeise wird von der Weltnaturschutzunion IUCN als eine gefährdete Art auf der Roten Liste geführt
– der Singvogel kann ein alter von ca. 5 Jahren erreichen
Nahrung Beutelmeise
– sie ernähren sich von Insekten, Spinnen und Samen, die auf Bäumen, Sträuchern und Büschen abgesucht werden
Vorkommen
– die Beutelmeise bewohnt Weidengebüsche, Ufergehölze die an großen Flussläufen (Auen) liegen, Bächen, Seen, Altarmen von Flüssen oder Baggerseen
Fortpflanzung Beutelmeise
– für ihre Größe baut die Beutelmeise ein ungewöhnlich großes Nest (17 cm hoch, 11 cm breit), dass eine Form eines ovalen Beutels ähnelt in den Höhen von ca. 3 bis 5 Metern über den Boden
– seitlich oben befindet sich die zu einer kurzen Röhre ausgezogenen Eingangsöffnung
– das Nest hängt stets frei an den äußeren Zweigen von Bäumen oder Gebüsch über Wasser oder in der deren Nähe
– die Brutzeit ist von Mai bis Juni
– das Weibchen legt 5 bis 8 reinweiße Eier (16,5 x 10,8 mm) ins Nest
– die Brutdauer beträgt ca. 12 bis 14 Tage
– die Jungen werden nach ca. 18 Tagen flügge

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