Die Bartmeise bewohnt große Schilfflächen

Bartmeise

Die Bartmeise hat markante Bartstreifen im Gesicht. – Foto Vincent van Zalinge

Viele bekannte Meisenarten bewohnen die Gärten, Parkanlagen und Wälder. Eine Art, die Bartmeise brütet hauptsächlich nur in den dichtesten Rohrwäldern. Der Singvogel mag es gern gesellig und wird auch als Rohrmeise bezeichnet. Im Herbst und in den Wintertagen lebt sie in Trupps. Und auch oft in der Brutzeit bildet die Bartmeise lockere Kolonien. Im Sommer besteht die Nahrung aus Insekten und im Winter fressen die Meisen meist Schilfsamen. Der Samen wird mit Hilfe von kleinen Steinchen im Magen zerkleinert, die vorher verschluckt werden. Zwei weitere, die Beutelmeise und die Weidenmeise sind nicht so ausschließlich auf diesen Biotop beschränkt. Die Beutelmeise baut ihr kunstvolles Nest hängend an die Spitze von Weidenzweigen oft auch an Gewässern. Die Bartmeise und die Beutelmeise sind in Mitteleuropa jedoch außerordlich selten. Die Bartmeisen haben fast so einen langen Schwanz wie die Schwanzmeisen.

Singvogel Bartmeise

Singvogel Bartmeise

Steckbrief Bartmeise

Systematik

  • Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
  • Unterordnung: Singvögel (Passeri)
  • Überfamilie: Sylvioidea
  • Familie: Panuridae
  • Gattung: Panurus
  • Art: Bartmeise
  • Wissenschaftlicher Name der Art: Panurus biarmicus
  • Größe: etwa 15 cm, farblich großteilig beige bis zimtbraun.
  • Der Schnabel ist orange und der Kopf ist blaugrau. Die Männchen haben einen langen schwarzen Bartstreifen im Gesicht, der sich stark von der weißen Kehle absetzt. Das Weibchen hat eine gute Tarnfarbe und ist im Schilf schwer zu erkennen. Bei den bärtigen Männchen besteht die Chance besser diesen Vogel zu beobachten.
  • Stimme/Ruf Bartmeise ist ein auffällig nosales „pjing“, Gesang aus drei rufähnlichen Lauten, aber leise und unauffällig.
  • Feinde: Das ist die Rohrweihe, der Sperber, Rabenvögel und große Möwen.
  • Vorkommen: In Mitteleuropa kommen Bartmeisen am häufigsten an den Küsten der Nord- und Ostsee vor.

Fortpflanzung Bartmeise

  • Das Nest ist ein tiefer Napf, der immer tief am Grund des Schilfs und in Wassernähe angelegt wird.
  • Die Brutzeit ist vom April bis August.
  • Das Weibchen legt 6 bis 7 Eier ins Nest, 1 bis 2 Bruten im Jahr.
  • Beide Elternteile bebrüten das Gelege. Die Jungvögel schlüpfen nach etwa von 12 bis 16 Tage aus.

2. Foto: Von Mibby23 – CC BY-NC 2.0