Die Baikalrobbe gilt als Wahrzeichen des Baikalsees

Baikalrobbe

Baikalrobben

Der Baikalsee mit seiner einzigartigen Fauna und Flora ist der wohl ungwöhnlichste Binnensee der Erde. Der See hat eine Länge von 636 und einer Breite bis zu 80 Kilometer. Der Baikalsee ist nicht nur der größte See der Welt, sondern bei weitem auch der tiefste mit 1620 Metern. Im Baikalsee kommt die Baikalrobbe vor. Sie ist ein großes, anderthalb langes silbergraues Säugetier. Von ihren meeresbewohnenden Verwandten unterscheidet sich die Baikalrobbe. Vor allem durch die langen, kräftigen Krallen der vergrößerten Vordergliedmaßen, die ihr das Umherkriechen auf felsigem Untergrund sehr erleichtert.

Im strengen Winter ist der Baikalsee stets sehr lange zugefroren. Daher müssen die luftatmenden Baikalrobben, um die Verbindung zur Atmosphäre aufrechtzuerhalten, Löcher ins Eis brechen, die ständig offengehalten werden. Diese Löcher dienen nicht nur zum Luftholen, sondern auch als Ausstieg für die weiblichen Tiere, die im Februar oder März auf das Eis klettern und dort ihr einziges Junges zur Welt bringen. Dann kann man an sonnigen Frühlingstagen vor der Eisschmelze Baikalrobben oft auf dem Eis beobachten, wo sie die spärliche Wärme der ersten Sonnenstrahlen genießen.

Steckbrief Baikalrobbe

Systematik

  • Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
  • Unterordnung: Hundeartige (Caniformia)
  • ohne Rang: Robben (Pinnipedia)
  • Familie: Hundsrobben (Phocidae)
  • Gattung: Pusa
  • Art: Baikalrobbe
  • Wissenschaftlicher Name: Pusa sibirica
  • Größe Baikalrobbe: Körperlänge von 110 bis 140 cm und ein Gewicht von 50 bis 130 kg.
  • Farblich sind die Robben graubraun un die Unterseite ist etwas heller. Die Heuler sind silbergrau gefärbt.
  • Der größte und natürlichste Feind der Baikalrobben ist der Braunbär.

Fortpflanzung Baikalrobben

  • Die Weibchen erreichen ihre Geschlechtsreife im Alter von 3 bis 6 Jahren. Eine Tragzeit erstreckt sich von über 9 Monaten.
  • Die Paarungszeit der Tiere beginnt im April und kann bis Juni andauern.
  • Ein Männchen paart sich mit mehreren Weibchen und die  Kopulation geschieht im Wasser.
  • Der Nachwuchs kommt im auslaufenden Winter oder im zeitigen Frühjahr auf dem Eis zur Welt.

Foto: Von Sergey Gabdurakhmanov – CC BY 2.0